Franz Cizek im 1. Bezirk, 1010 Wien
Franz Cizek am Stubenring: Jugendkunstklasse und Formenlehre
Ab 1906 führte Franz Cizek seine Jugendkunstklasse an der Kunstgewerbeschule am Stubenring weiter und lehrte ornamentale Formenlehre – die Wiege des Kinetismus.
1897 eröffnete der aus Leitmeritz stammende Franz Cizek eine private Jugendkunstklasse, in der Kinder ohne Vorlagen frei zeichnen und malen durften – ein Gegenentwurf zum damals üblichen Kopierunterricht. Ab 1906 setzte er die Klasse an der Kunstgewerbeschule im Stubenviertel fort, im Bau Heinrich von Ferstels neben dem heutigen MAK, und unterrichtete dort ornamentale Formenlehre. Aus diesem Unterricht ging in den 1920er-Jahren der Wiener Kinetismus hervor. Cizek stand der Secession nahe, die wenige Jahre zuvor gegründet worden war.
In den 1920er-Jahren reisten Ausstellungen mit Kinderzeichnungen aus seiner Klasse durch Europa und die USA; Kataloge, Plakate und Fotografien dieser Schauen sind heute gesuchte Dokumente der Kunstpädagogik. Wir kaufen sie gemeinsam mit Arbeiten von Absolventinnen und Absolventen, Fachliteratur und Mappen. Bibliotheken in Altbauwohnungen zwischen Wollzeile und Stubenring sichten wir vollständig und bewerten Bücher, Mappen und Einzelblätter getrennt.
Sparten im 1. Bezirk
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
Lieber schriftlich? Zum Anfrageformular