Klassische Moderne im 1. Bezirk, 1010 Wien
Klassische Moderne in der Inneren Stadt: Albertina und Provenienz
Die Sammlung Batliner in der Albertina zeigt Malerei der Klassischen Moderne; die Enteignungen nach 1938 machen in der Inneren Stadt jede Herkunftsfrage dringlich.
Mit der Sammlung Batliner hängen in der Albertina am Albertinaplatz Werke von Picasso, Chagall und anderen Hauptvertretern jener Bewegungen, die von Fauvismus und Kubismus bis zum Surrealismus reichen. In der NS-Zeit wurden solche Bilder als „entartet“ diffamiert und aus Museen entfernt; die Münchner Ausstellung „Entartete Kunst“ fand 1937 statt. In der Inneren Stadt hatte das unmittelbare Folgen. Im Textilviertel um Rudolfsplatz und Salzgries und in den Ringstraßenpalais besaßen jüdische Familien Sammlungen, die nach dem „Anschluss“ enteignet wurden.
Für den Ankauf von Gemälden, Arbeiten auf Papier und Druckgrafik dieser Epoche ist die lückenlose Provenienz daher Voraussetzung: Erwerbsdatum, Vorbesitzer, Ausstellungen, Rückstellungsunterlagen. Wir gleichen Werke mit Datenbanken und Werkverzeichnissen ab. Technisch prüfen wir Malgrund, Leinwand, Rahmung und rückseitige Etiketten, bei Grafik Papier, Druckverfahren und Signatur. Etiketten von Kunsthandlungen der Dorotheergasse aus der Zwischenkriegszeit helfen, Erwerbswege nachzuzeichnen.
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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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