Max Fabiani im 1. Bezirk, 1010 Wien
Max Fabiani in der Inneren Stadt: Artaria-Haus und Urania
Am Kohlmarkt baute Fabiani 1900–1902 das Haus des Verlags Artaria, an der Mündung des Wienflusses 1909/10 die Urania mit ihrer Sternwartenkuppel.
Am Kohlmarkt, zwischen Graben und Michaelerplatz, errichtete Max Fabiani 1900 bis 1902 das Artaria-Haus für den Kunst- und Musikverlag, der schon Beethovens frühe Werke gedruckt hatte. Das Geschäftshaus steht zwischen den Portalen von Juwelieren und einstigen Hoflieferanten. Ein Jahrzehnt später baute Fabiani an der Uraniastraße, wo der Wienfluss in den Donaukanal mündet, die Urania, ein Haus der Volksbildung mit Vortragssaal und Sternwarte. Zuvor hatte er zwei Jahre bei Otto Wagner an der Stadtbahn gearbeitet und nach dem Erdbeben von 1895 den Plan für Laibach erstellt.
Artaria verlegte Noten, Landkarten, Stadtpläne und Druckgrafik; Blätter mit der Verlagsangabe „Artaria & Comp.“ sind in Wiener Haushalten bis heute zu finden. Für Noten zählen Plattennummer und Titelblatt, für Karten Ausgabe, Kolorit und Vollständigkeit. Aus der Urania stammen Vortragsprogramme und Druckschriften der Volksbildung. Wir kaufen Musikalien, historische Karten und Wiener Stadtpläne und bewerten sie nach Fotos; Bibliotheken aus Altstadtwohnungen begutachten wir kostenlos vor Ort.
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