Siegfried Charoux im 1. Bezirk, 1010 Wien
Siegfried Charoux am Judenplatz: das Lessing-Denkmal
Das Lessing-Denkmal am Judenplatz schuf Siegfried Charoux zweimal: 1935 und 1962–1965; seit 1981 steht es wieder an seinem Ort.
Am Judenplatz, im Zentrum des mittelalterlichen jüdischen Viertels, steht Siegfried Charoux’ Denkmal für Gotthold Ephraim Lessing. Die erste Fassung entstand 1935, im Jahr seiner Emigration nach London; nach 1938 wurde sie entfernt und zerstört. Charoux schuf 1962–1965 eine zweite Fassung, die 1981 an den Judenplatz zurückkehrte, wo seit 2000 auch Rachel Whitereads Mahnmal für die österreichischen jüdischen Opfer der Schoa steht. Wenige Schritte entfernt liegen Am Hof und die Freyung.
Charoux’ Werk erscheint im Handel in zwei Strängen: Karikaturen, die er 1923–1928 für die Arbeiter-Zeitung zeichnete und mit „CHAT ROUX“ signierte, und Kleinplastiken in Bronze und Terrakotta, viele aus der Londoner Zeit nach 1935. Zeitungsoriginale unterscheiden sich vom Abdruck durch Tusche, Deckweiß und Redaktionsvermerke. Bei Bronzen prüfen wir Signatur und Gießerei. Auch Konvolute mit Zeitungsausschnitten und Fotografien aus Innenstadtwohnungen bewerten wir.
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