Teppiche im 1. Bezirk, 1010 Wien
Teppiche aus Ringstraßenpalais und Altbauwohnungen der Inneren Stadt
Saalformate unter vier Meter hohen Decken, Teppiche von Philipp Haas & Söhne vom Stock-im-Eisen-Platz, Perser aus dem Makartsalon: Der 1. Bezirk hat die größten Formate.
Eine Beletage im Ringstraßenpalais misst oft über vier Meter Raumhöhe, und ihre Salons verlangten Teppiche, die heute kaum ein Wohnzimmer aufnimmt: Saalformate aus Täbris oder Heriz, dazu Galerien für lange Vorzimmer und Läufer für die Stiege zum Hof. Kleiner sind die Räume der barocken Bürgerhäuser am Judenplatz und an der Freyung; dort liegen Brücken und Kaukasier. Weil viele Familien ihre Wohnung unter alten Mietverträgen seit Jahrzehnten nutzen, liegt der Teppich oft noch unter jenem Bücherkasten, für den er gekauft wurde.
Philipp Haas & Söhne ließ 1866–1868 ein Geschäftshaus am Stock-im-Eisen-Platz errichten, dessen Namen Hans Holleins Haas-Haus von 1990 fortführt. Backhausen hatte Verkaufsräume im Bezirk, Haus & Garten, die Firma Josef Franks, ein Lokal in der Bösendorferstraße. Den Makartstil, der Orientteppiche als Raumdekoration in Mode brachte, zeigen Hans Makarts Lünetten im Stiegenhaus des Kunsthistorischen Museums. Seit 1863 sammelt das heutige MAK am Stubenring, gegründet als Museum für Kunst und Industrie, auch Teppiche; zu seinen Hauptstücken zählt ein persischer Seidenjagdteppich des 16. Jahrhunderts.
Schicken Sie drei Fotos: Vorderseite, ein Stück Rückseite mit Knoten, eine Ecke mit Fransen, dazu die Maße. Steht ein Saalformat unter Kästen, rücken wir die Möbel bei der Besichtigung gemeinsam mit Ihnen. Bewertung, Wäsche oder Restaurierung kann Orientteppich Koppensteiner übernehmen, vom Schottentor wenige Straßenbahnstationen stadtauswärts: Währinger Straße 67, 1090 Wien. Gerollte Großformate tragen wir aus der Fußgängerzone zum Wagen; die Zufahrt klären wir vorab.
Was in Innere Stadt häufig auftaucht
- Saalformate und Salonteppiche – Beletage-Wohnungen der Ringstraßenpalais mit Raumhöhen über vier Metern
- Teppiche von Philipp Haas & Söhne und Backhausen – Geschäfte der Firmen am Stock-im-Eisen-Platz und im Bezirk
- Galerien und Läufer – lange Vorzimmer und Stiegen der Altbauwohnungen
- Teppiche nach Entwürfen Josef Franks – Haus & Garten mit Lokal in der Bösendorferstraße
Mit Bezug zu Innere Stadt
Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 1. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.
Josef Hoffmann
Kabarett Fledermaus an der Kärntner Straße (1907), Gesamtausstattung durch die Wiener Werkstätte.
Koloman Moser
Fries der Kranzträgerinnen am Secessionsgebäude.
Joh. Backhausen & Söhne
Verkaufsräume in der Inneren Stadt.
Philipp Haas & Söhne
Geschäftshaus am Stock-im-Eisen-Platz (1866–1868), Namensgeber des heutigen Haas-Hauses von Hans Hollein (1990).
Wiener Werkstätte
Verkaufslokal am Graben ab 1907.
Haus & Garten
Geschäftslokal in der Bösendorferstraße.
Historismus
MAK am Stubenring, 1863 als Museum für Kunst und Industrie gegründet; Parlament von Theophil Hansen.
Ringstraßenstil
Ringstraße mit Staatsoper, Parlament, Rathaus, Universität, Burgtheater, Hofmuseen, Börse, Palais Ephrussi und Epstein.
Makartstil
Makart-Lünetten im Stiegenhaus des Kunsthistorischen Museums.
Jugendstil
Postsparkasse von Otto Wagner, Ankerhaus am Graben, Zacherlhaus von Jože Plečnik.
Stil der Wiener Werkstätte
Archiv der Wiener Werkstätte im MAK; Kabarett Fledermaus von 1907.
Art déco
Hochhaus Herrengasse von Siegfried Theiss und Hans Jaksch (1931/32).
Nachkriegsmoderne
Ringturm am Schottenring von Erich Boltenstern (1953–1955).
Objektgruppen
- Salonteppiche und Saalformate
- Brücken (Format & Bewertung)
- Läufer für Vorzimmer und Stiege
- Galerien (Langformate)
- Kleinformate und Pushti
- Bettumrandungen
- Seidenteppiche (Format & Pflege)
- Flachgewebe im Überblick
- Wandteppiche und Wandbehänge
- Satteltaschen und Taschenfronten
- Salztaschen, Zeltbänder und Pferdedecken
- Teppichkissen und Polsterbezüge
- Rund- und Sonderformate
- Teppichfragmente und Sammlerstücke
- Figurale Knüpfteppiche
- Datierte und signierte Teppiche
- Teppiche österreichischer Manufakturen
- Künstler- und Designerteppiche
- Maschinengewebte Teppiche der Gründerzeit
- Moderne Knüpfteppiche nach 1970
- Altar- und Kirchenteppiche
- Reparaturbedürftige Teppiche
Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien
Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 1. Bezirk.
Künstler
4
- Josef Hoffmann1870–1956
- Koloman Moser1868–1918
- Josef Frank1885–1967
- Ugo Zovetti1879–1974
Manufakturen & Marken
7
- Joh. Backhausen & Söhneseit 1849
- Philipp Haas & Söhneab 1810 bis ins 20. Jahrhundert
- Ginzkeyab 1843 bis 1945
- Wiener Werkstätte1903–1932
- Wiener Gobelin-Manufaktur20. Jahrhundert
- Haus & Gartenseit 1925
- Svenskt Tennseit 1924
Teppiche nach Herkunft
155
- Abadeh
- Abrasch
- Afghan
- Afghanische Kriegsteppiche
- Afschan
- Afshar
- Agra
- Ahar
- Akstafa
- Amritsar
- Anatolischer Kelim
- Antik, semi-antik, neu
- Arabatschi
- Arak
- Ardebil
- Art-déco-Teppiche
- Aubusson-Teppiche
- Azilal
- Bachtiar
- Backhausen-Teppiche
- Baotou
- Belutsch (Afghanistan)
- Belutsch (Persien)
- Beni Ourain
- Berberteppiche
- Bergama
- Beschir
- Bessarabien
- Bidjar
- Birdjand
- Borchalou
- Boteh
- Boucherouite
- Brücke (Teppichformat)
- Buchara
- Chila
- China Art Déco
- Chodor
- Chondzoresk
- Dagestan
- Derbent
- Döşemealtı
- Dschidschim
- Engsi
- Ersari
- Fachralo
- Ferahan
- Gabbeh
- Gartenmuster
- Gebetsteppich
- Gendje
- Ghom
- Ginzkey-Teppiche
- Gördes
- Gorovan
- Gul
- Haas-Teppiche
- Hamadan
- Herati
- Hereke
- Heriz
- Holbein- und Lotto-Muster
- Hosseinabad
- Ikat
- Indo-Gabbeh
- Indo-Täbris und Indo-Nain
- Isfahan
- Jagdmuster
- Joshagan
- Jugendstil-Teppiche aus Wien
- Kairouan
- Karabagh
- Karadja
- Karatschoph
- Kars
- Kasak
- Kaschan
- Kaschkai
- Kaukasus-Kelim
- Kayseri
- Kelim
- Kerman
- Khotan
- Knotenarten
- Knotendichte
- Konya
- Korkwolle
- Kuba (Kaukasus)
- Kula
- Kurdische Teppiche
- Ladik
- Lahore
- Läufer und Galerie
- Lebensbaummuster
- Lesghi
- Lilian-Teppiche
- Lori-Pambak
- Luri
- Mahal
- Malayer
- Mamluken-Teppiche
- Maschinen- und Tuftteppiche
- Medaillonmuster
- Mehraban
- Mesched
- Mihrab
- Milas
- Mina-Khani
- Moud
- Mudjur
- Mughal-Teppiche
- Nain
- Nepal-Teppiche
- Ningxia
- Pakistan Bukhara
- Peking-Teppiche
- Pendeh
- Pflanzenfarben und synthetische Farben
- Salor
- Samarkand
- Saruk
- Saryk
- Savonnerie-Teppiche
- Schirwan
- Seichur
- Seidenteppich
- Senneh
- Seraband
- Shiraz
- Sileh
- Skandinavische Rya
- Smyrna
- Sumakh
- Sumakh-Technik
- Suzani
- Täbris
- Talisch
- Tapisserien
- Taşpınar
- Tekke
- Tibet-Teppiche
- Turkmenische Taschen
- Ushak
- Vasenmuster
- Veramin
- Verneh
- Viss
- Wiener-Werkstätte-Teppiche
- Yahyali
- Yazd
- Yomut
- Yürük
- Zandjan
- Ziegler-Mahal
- Zili
Epochen & Stile
10
- Historismusum 1840–1914
- Ringstraßenstilum 1860–1890
- Makartstilum 1870–1890
- Orientalismusum 1830–1914
- Jugendstilum 1895–1914
- Stil der Wiener Werkstätte1903–1932
- Art découm 1920–1940
- Bauhaus1919–1933
- Skandinavisches Designum 1930–1975
- Nachkriegsmoderneum 1945–1970
Materialien, Techniken & Punzen
2
Fragen zu Teppiche
Was ist der Unterschied zwischen einer Brücke und einem Läufer?
Brücke nennt man im Handel einen Teppich von etwa 1,2 bis 1,5 Metern Breite und rund 1,8 bis 2,3 Metern Länge. Ein Läufer ist schmal und lang, meist 0,6 bis 1 Meter breit und zwei bis sechs Meter lang.
Ist mein Seidenteppich wirklich aus Seide?
Das prüfen wir bei der Besichtigung. Viele Seidenteppiche bestehen aus Viskose oder merzerisierter Baumwolle. Echte Seide hat eine sehr feine Knüpfung, einen eigenen Glanz und dünne, feste Kettfäden.
Nehmen Sie auch sehr große Teppiche?
Ja. Saalformate über drei mal vier Meter besichtigen wir vor Ort und übernehmen nach dem Ankauf den Abtransport. Der Markt für sehr große Formate ist kleiner, was sich in der Bewertung niederschlägt.
Wie alt muss ein Teppich sein, um als antik zu gelten?
Im Handel gelten Teppiche ab etwa 80 bis 100 Jahren als antik, Stücke zwischen etwa 50 und 80 Jahren als semi-antik. Das Alter allein bestimmt den Wert aber nicht; Herkunft, Qualität und Zustand wiegen ebenso schwer.
Teppiche in den Nachbarbezirken
Weitere Sparten in Innere Stadt
- Alte Meister
- Gemälde des 19. Jahrhunderts
- Klassische Moderne
- Zeitgenössische Kunst
- Gemälde & Ölbilder
- Grafik, Zeichnungen & Aquarelle
- Fotografie
- Skulpturen & Plastiken
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- Jugendstil & Wiener Werkstätte
- Design des 20. Jahrhunderts
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- Glas & Kristall
- Porzellan
- Keramik, Majolika & Fayence
- Silber & Tafelsilber
- Gold & Altgold
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- Taschenuhren
- Pendel-, Stand- & Tischuhren
- Textilien, Stickerei & Spitze
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- Bücher & Antiquariat
- Autographen, Handschriften & Dokumente
- Ansichtskarten & Ephemera
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- Banknoten & Papiergeld
- Briefmarken
- Militaria, Orden & Uniformen
- Historische Blankwaffen & Rüstungen
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- Asiatika
- Ikonen & sakrale Kunst
- Volkskunst & Krippen
- Tribal Art & außereuropäische Kunst
- Wissenschaftliche Instrumente & Globen
- Musikinstrumente
- Grammophone, Radios, Kameras & Technik
- Zinn, Kupfer, Messing & Eisenkunst
- Dosen, Miniaturen & Objets de vertu
- Schreibgeräte, Feuerzeuge & Raucherbedarf
- Vintage-Mode, Handtaschen & Accessoires
- Klassische Fahrzeuge
- Altwaren & Hausrat mit Sammlerwert
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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