Porzellan im Alt-Wiener Stil
Tassen, Teller und Vasen des späten 19. Jahrhunderts mit Bindenschild in Aufglasurfarbe, Malerei nach Angelika Kauffmann und reichem Golddekor.
Nach der Schließung der Wiener Manufaktur 1864 blieb ihr Stil gefragt. Wiener und böhmische Malerwerkstätten sowie Fabriken in Thüringen und Sachsen bemalten weißes Porzellan im Alt-Wiener Stil: Teller, Tassen und Vasen mit mythologischen und allegorischen Szenen nach Angelika Kauffmann, Porträts und Genreszenen in Reserven auf farbigen Fonds, umgeben von reichem Golddekor. Fast alle tragen den Bindenschild in Aufglasurblau, der im englischen Sprachraum als „Beehive“ bekannt ist. Ernst Wahliss formte zudem alte Wiener Modelle nach und versah sie mit eigener Marke.
Malqualität, Signatur, Größe, Motiv und Erhaltung entscheiden über den Wert. Fein gemalte Prunkteller und Vasen mit Signatur werden geschätzt, einfache Umdruckware ist häufig. Ein Bindenschild in Aufglasurfarbe zeigt, dass es sich nicht um Manufakturporzellan vor 1864 handelt. Abgeriebene Vergoldung und Kratzer in der Malerei mindern. Typisch sind Titel der Szenen in Goldschrift auf der Rückseite. Auch Stücke mit Wahliss-Marke werden geprüft.
Woran man es erkennt
- Aufglasur-Bindenschild
- Motive nach Angelika Kauffmann
- Prunkteller mit Golddekor
- Nachformungen von Wahliss
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