Porzellan im Dresdner Stil
Spiegel, Leuchter, Vasen und Spitzenfiguren mit Blütenbelag aus Potschappel, Sitzendorf, Volkstedt und Dresdner Malerwerkstätten.
Im späten 19. Jahrhundert entstand rund um Dresden und in Thüringen eine Industrie, die Porzellan im Stil des Meissner Rokoko fertigte und bemalte. Carl Thieme gründete 1872 in Potschappel eine Fabrik für Prunkvasen, Spiegel, Leuchter und Figuren mit dichtem Blütenbelag, Putten und Watteau-Szenen, Sitzendorf und Volkstedt fertigten ähnliche Ware. Charakteristisch sind auch die Spitzenfiguren, deren Röcke aus in Porzellanmasse getauchter, beim Brand verbrannter Spitze bestehen. Die Marken lehnen sich oft an die Meissner Schwerter an oder tragen den Zusatz „Dresden“.
Großformatige Prunkvasen, Spiegel und Kandelaber mit intaktem Blütenbelag sind gesucht, kleine Figuren häufiger. Geprüft werden Hersteller, Größe, Malerei, Feinheit des Blütenbelags und Zustand. Abgebrochene Blüten, Blätter und Spitzenteile sind fast immer vorhanden und mindern je nach Umfang. Verwechslungen mit Meissen sind häufig, Marke und Machart klären die Herkunft. Gepflegte Stücke ohne größere Schäden sind selten. Transport und Verpackung erfordern besondere Sorgfalt, da der Blütenbelag sehr empfindlich ist.
Woran man es erkennt
- Blütenbelag
- Spitzenfiguren
- Marke mit T und Kreuz
- Verwechslung mit Meissen
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