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Porzellan im 20. Bezirk, 1200 Wien

Porzellan aus der Brigittenau: Gemeindebau und Gründerzeit

Am Winarskyhof plante Josef Hoffmann einen eigenen Bauteil. In den Wohnungen der Brigittenau stehen Sammeltassen, Figuren und Kaffeeservice aus mehreren Jahrzehnten.

Zwischen Wallensteinplatz und Hannovermarkt wohnt man im Altbau, rundherum in großen Gemeindebauten aus mehreren Jahrzehnten. Viele Gemeindewohnungen sind seit Jahrzehnten in derselben Hand; die Kredenz enthält Sammeltassen, ein Kaffeeservice der 1950er-Jahre, Figuren und Alltagsporzellan, das Kellerabteil die Reste früherer Haushalte. Altmieter in Gründerzeithäusern bewahren mitunter die Erstausstattung mit Küchenkästen und dem Geschirr, das darin stand, aus der Zeit um 1900.

Für Winarskyhof und Otto-Haas-Hof (1924–1926) arbeiteten Peter Behrens, Oskar Strnad, Josef Frank, Adolf Loos und Margarete Schütte-Lihotzky nebeneinander; Hoffmann übernahm einen eigenen Bauteil. Die Architekten des Roten Wien entwarfen Wohnungen für einfachen, funktionalen Hausrat – das Porzellan, das ihre Mieter kauften, war entsprechend Gebrauchsware, ergänzt um Sammeltassen und Geschenkstücke. Der Brigittenauer Kirchtag bei der Brigittakapelle war im 19. Jahrhundert ein Volksfest, von dem Andenken und Jahrmarktsware stammen können.

Gebrauchsgeschirr bewerten wir mit, auch wenn Sammeltassen, Figuren und ältere Marken meist den Ausschlag geben. Bitte drehen Sie für die Fotos einige Stücke um, damit Marken sichtbar sind. Kellerabteile in Winarskyhof oder Friedrich-Engels-Platz-Hof öffnen wir bei der Besichtigung mit; nicht übernommene Restbestände räumt auf Wunsch unsere Schwesterseite für Wien. Für Altbauwohnungen ohne Lift bringen wir Tragekisten mit.

Was in Brigittenau häufig auftaucht

  • Sammeltassen und Kaffeeservice der 1950er-Jahre – Gemeindewohnungen mit langer Wohndauer.
  • Alltagsporzellan und Pressglas – Küchen der Gemeindebau- und Altbauwohnungen.
  • Geschirr aus der Erstausstattung um 1900 – Altmieterwohnungen in Gründerzeithäusern.

Mit Bezug zu Brigittenau

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 20. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 20. Bezirk.

Künstler

28

Manufakturen & Marken

51

Epochen & Stile

34

Materialien, Techniken & Punzen

17

Fragen zu Porzellan

Was ist eine Lipizzanerfigur von Augarten?

Die Wiener Porzellanmanufaktur Augarten fertigt Figuren der Lipizzaner der Spanischen Hofreitschule in verschiedenen Lektionen, mit und ohne Reiter. Sie tragen den Bindenschild mit Krone und werden handbemalt.

Reicht ein Foto der Marke für eine Bewertung?

Für eine erste Einordnung ist die Marke wichtig, sie sagt aber allein wenig über Qualität und Zustand. Dazu braucht es Fotos der Vorderseite, der Malerei und eventueller Schäden. Die endgültige Bewertung erfolgt bei der Besichtigung.

Wie erkenne ich echtes Alt-Wiener Porzellan?

Echte Stücke tragen den Bindenschild in Unterglasurblau oder eingeprägt, ab 1783 meist zusammen mit einer eingeprägten Jahreszahl. Bis 1800 ist sie zweistellig, danach dreistellig von 800 bis 864. Ein Bindenschild in Aufglasurfarbe spricht für eine spätere Arbeit im Wiener Stil.

Was bedeutet ein Strich durch die Marke?

Ein eingeschliffener Strich durch die Marke kennzeichnet Ware zweiter oder dritter Wahl, etwa bei Meissen, Augarten oder Royal Copenhagen. Solche Stücke wurden mit kleinen Fehlern verkauft und werden niedriger bewertet.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.