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Material: Keramik & Porzellan

Biskuitporzellan

Unglasiert gebranntes Porzellan mit marmorartiger Oberfläche, seit den 1750er-Jahren für Figuren und Büsten verwendet.

Biskuitporzellan ist Porzellan, das ohne Glasur gebrannt wird. Die matte, feinkörnige Oberfläche erinnert an Marmor und gibt feine Details scharf wieder. Die Manufaktur in Vincennes und später Sèvres nutzte Biskuit ab den 1750er-Jahren für Figuren und Gruppen nach Entwürfen von François Boucher. In Wien schufen die Modellmeister Johann Joseph Niedermayer und Anton Grassi Biskuitfiguren und Büsten im klassizistischen Stil. Im 19. Jahrhundert folgten englisches Parian und massenhaft Biskuitfiguren aus Thüringen.

Biskuit hat eine matte, leicht samtige Oberfläche, die sich wärmer anfühlt als glasiertes Porzellan. Schmutz dringt in die Poren und lässt sich schwer entfernen, deshalb wirken alte Stücke oft grau. Marken sind meist eingeprägt, selten aufgemalt. Feine Details wie Finger, Blätter und Haarlocken sind besonders bruchgefährdet. Gips und Kunststein sind leichter, weicher und lassen sich mit dem Fingernagel ritzen. Unglasierte Standflächen sind bei Biskuit selbstverständlich.

Biskuitfiguren des 18. Jahrhunderts aus Sèvres und Wien sind gesucht, Thüringer Ware des späten 19. Jahrhunderts ist häufig und weniger wertvoll. Restaurierte Finger, Nasen und Blätter sind verbreitet und unter UV-Licht erkennbar. Eine fachgerechte Reinigung kann graue Stücke deutlich aufhellen.

So prüfen Sie es

  • matte, marmorartige Oberfläche
  • eingeprägte Marken
  • graue Verschmutzung in den Poren
  • scharfe Details
  • Ergänzungen unter UV-Licht

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.