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Antiquitäten Wien

Porzellan im 19. Bezirk, 1190 Wien

Porzellan aus Döbling: Hohe Warte, Villen und Weinorte

Wiener Moderne aus den Hoffmann-Villen der Hohen Warte, Tafelservice aus Villen am Cobenzl, Biedermeier von der Döblinger Hauptstraße – Porzellan aus dem 19. Bezirk.

Zwischen Hoher Warte, Cobenzl und Sievering gehören viele Villen seit Generationen derselben Familie, und die Einrichtungen sind über Epochen gewachsen. Speisezimmer bewahren Tafelservice und Trinkservice, Salons Figuren und Vasen; im Keller stehen Kisten mit Teilen, die nach einem Bruch nicht mehr verwendet wurden. An der Döblinger Hauptstraße reichen Biedermeiervillen ins frühe 19. Jahrhundert zurück, in Grinzing und Nussdorf liegen Weinbauernhöfe mit eigenem, oft älterem Bestand. Gemeindebauten wie der Karl-Marx-Hof ergänzen das Bild um Porzellan des 20. Jahrhunderts.

Auf der Hohen Warte entstanden 1900–1902 nach Josef Hoffmanns Plänen Häuser für Carl Moll, Koloman Moser, Hugo Henneberg und Friedrich Victor Spitzer, später die Villa Ast; Moser wohnte selbst im Doppelhaus mit Moll. Die Bauherren dieser Villenkolonie kauften Geschirr, Silber und Glas der Wiener Werkstätte, und mit ihren Haushalten wanderten diese Stücke weiter. Otto Wagners Wehr- und Schleusenanlage Nussdorf zeigt den Jugendstil im Ingenieurbau, Josef Riedls Keramikfiguren am Karl-Marx-Hof die Bauplastik des Roten Wien.

Stammt ein Stück der Wiener Werkstätte oder ein ganzes Service aus einem Haushalt, der 1938 enteignet wurde, muss die Herkunft vor dem Ankauf geklärt sein. Bei Villen am Hang planen wir für die Abholung genug Zeit für Gartenstiegen und Zufahrten ein. Fotografieren Sie vorab die Unterseiten von zwei, drei Stücken je Service und notieren Sie die Zahl der Teile.

Was in Döbling häufig auftaucht

  • Geschirr der Wiener Werkstätte – Villenkolonie Hohe Warte und ihre Bauherren.
  • Tafelservice und Trinkservice von J. & L. Lobmeyr samt Porzellan – Speisezimmer der Villen auf Hohe Warte und Cobenzl.
  • Biedermeiertassen und Figuren – Sommerhäuser an der Döblinger Hauptstraße.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 19. Bezirk.

Künstler

28

Manufakturen & Marken

51

Epochen & Stile

34

Materialien, Techniken & Punzen

17

Fragen zu Porzellan

Was ist eine Lipizzanerfigur von Augarten?

Die Wiener Porzellanmanufaktur Augarten fertigt Figuren der Lipizzaner der Spanischen Hofreitschule in verschiedenen Lektionen, mit und ohne Reiter. Sie tragen den Bindenschild mit Krone und werden handbemalt.

Reicht ein Foto der Marke für eine Bewertung?

Für eine erste Einordnung ist die Marke wichtig, sie sagt aber allein wenig über Qualität und Zustand. Dazu braucht es Fotos der Vorderseite, der Malerei und eventueller Schäden. Die endgültige Bewertung erfolgt bei der Besichtigung.

Wie erkenne ich echtes Alt-Wiener Porzellan?

Echte Stücke tragen den Bindenschild in Unterglasurblau oder eingeprägt, ab 1783 meist zusammen mit einer eingeprägten Jahreszahl. Bis 1800 ist sie zweistellig, danach dreistellig von 800 bis 864. Ein Bindenschild in Aufglasurfarbe spricht für eine spätere Arbeit im Wiener Stil.

Was bedeutet ein Strich durch die Marke?

Ein eingeschliffener Strich durch die Marke kennzeichnet Ware zweiter oder dritter Wahl, etwa bei Meissen, Augarten oder Royal Copenhagen. Solche Stücke wurden mit kleinen Fehlern verkauft und werden niedriger bewertet.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.