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Antiquitäten Wien

Porzellan im 8. Bezirk, 1080 Wien

Wiener Porzellan aus Speisezimmern der Josefstadt

In den kaum veränderten Altbauwohnungen der Josefstadt blieben Service, Tassen und Figuren oft jahrzehntelang am selben Platz – Ankauf von Porzellan im 8. Bezirk.

Die Josefstadt hat den Krieg vergleichsweise unbeschadet überstanden, und mit den Häusern blieben die Wohnungen: drei bis fünf Zimmer, Kachelöfen, Kastenfenster, ein eigenes Speisezimmer mit Kredenz. Dort steht Wiener Porzellan oft neben dem Tafelsilber, mit dem es angeschafft wurde. Entlang der Langen Gasse und in der Piaristengasse reichen die Bestände ins Biedermeier zurück; Tassen mit Goldrand, Blumenmalerei oder Widmungen tauchen hier in Verlassenschaften regelmäßig auf, zusammen mit Figuren aus Vitrinen.

Mit den Kuppelfresken von Franz Anton Maulbertsch in Maria Treu, seinem ersten großen Wiener Auftrag, und Hildebrandts Palais Schönborn in der Laudongasse ist der Bezirk ein Stück Spätbarock, aus dessen Bildwelt die Porzellanfiguren der Manufaktur in der theresianischen Zeit schöpften. Joseph Kornhäusels Theater in der Josefstadt von 1822 steht für den Klassizismus, in dem Tassen mit Bildnissen, Ansichten und Goldgrund zur Mode wurden. Das Volkskundemuseum im Palais Schönborn ergänzt dies um bürgerliches und bäuerliches Geschirr.

Ein Service aus einem Josefstädter Speisezimmer bewerten wir am liebsten vollständig, mit Terrinen, Platten und Saucieren; schreiben Sie vorab auf, wie viele Teile vorhanden sind. Bodenmarken, eingeprägte Ziffern und Malerzeichen fotografieren Sie am besten mit seitlichem Licht. Im Piaristenviertel sind Halteplätze rar, die Zufahrt planen wir für den Abholtag mit.

Was in Josefstadt häufig auftaucht

  • Wiener Porzellan zusammen mit Tafelsilber – Speisezimmer großer Altbauwohnungen.
  • Biedermeiertassen mit Widmungen und Goldrand – Bürgerhäuser in Langer Gasse und Piaristengasse.
  • Rokokofiguren und Figuren im Barockstil – Vitrinenbestände bürgerlicher Haushalte.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 8. Bezirk.

Künstler

28

Manufakturen & Marken

51

Epochen & Stile

34

Materialien, Techniken & Punzen

17

Fragen zu Porzellan

Was ist eine Lipizzanerfigur von Augarten?

Die Wiener Porzellanmanufaktur Augarten fertigt Figuren der Lipizzaner der Spanischen Hofreitschule in verschiedenen Lektionen, mit und ohne Reiter. Sie tragen den Bindenschild mit Krone und werden handbemalt.

Reicht ein Foto der Marke für eine Bewertung?

Für eine erste Einordnung ist die Marke wichtig, sie sagt aber allein wenig über Qualität und Zustand. Dazu braucht es Fotos der Vorderseite, der Malerei und eventueller Schäden. Die endgültige Bewertung erfolgt bei der Besichtigung.

Wie erkenne ich echtes Alt-Wiener Porzellan?

Echte Stücke tragen den Bindenschild in Unterglasurblau oder eingeprägt, ab 1783 meist zusammen mit einer eingeprägten Jahreszahl. Bis 1800 ist sie zweistellig, danach dreistellig von 800 bis 864. Ein Bindenschild in Aufglasurfarbe spricht für eine spätere Arbeit im Wiener Stil.

Was bedeutet ein Strich durch die Marke?

Ein eingeschliffener Strich durch die Marke kennzeichnet Ware zweiter oder dritter Wahl, etwa bei Meissen, Augarten oder Royal Copenhagen. Solche Stücke wurden mit kleinen Fehlern verkauft und werden niedriger bewertet.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.