Künstler: Glas
Anton Kothgasser
Porzellan- und Glasmaler, 1769–1851, Wien – Wien
Maler der Wiener Porzellanmanufaktur und der bekannteste Wiener Glasmaler des Biedermeier; Ranftbecher mit Ansichten in transparenten Farben.
Anton Kothgasser verlor 1775 seinen Vater und wurde von Jakob Petter, einem Landschaftsmaler der Wiener Porzellanmanufaktur, betreut. Ab 1781 lernte er an der Akademie bei Heinrich Friedrich Füger. Mit etwa fünfzehn Jahren trat er als Buntmaler in die Porzellanmanufaktur ein, ab 1805 arbeitete er als Dessin- und Goldmaler. 1812/13 regte ihn Gottlob Samuel Mohn an, Gläser mit Schmelzfarben zu bemalen; ab 1816 durfte er zu Hause arbeiten. 1840 ging er in den Ruhestand und starb 1851 in Wien.
Kothgassers Ranftbecher mit verdicktem, geschliffenem Fuß zeigen Ansichten von Wien, Baden, Karlsbad und Prag, Blumen, Allegorien, Spielkarten und Sinnsprüche in leuchtenden Transparentfarben, oft mit Goldrand. Der Verleger Leopold Schadlbauer verkaufte die Gläser in Kommission im Haus „Zur Goldenen Lampe“ am Stephansplatz und rechnete über 540 Ansichten- und Panoramagläser ab. Ab 1824 malte Kothgasser auch Glasfenster, unter anderem für Laxenburg und das Stift Seitenstetten.
Frühe Gläser sind von Kothgasser signiert, häufig am Boden oder am Fußrand; auf Porzellan erscheint seine Malernummer 96 in Gold, Schwarz oder Rot. Weil die Becher schon im 19. Jahrhundert begehrt waren, entstanden Nachahmungen und Fälschungen mit nachgemalten Signaturen. Brennspuren der Transparentfarben, Goldabrieb an Rand und Fuß und die Qualität der Perspektive helfen bei der Prüfung; ein Vergleich mit Museumsstücken ist ratsam.
Epochen & Stile
Anton Kothgasser verkaufen: in allen 23 Bezirken
Gold markiert sind Bezirke mit belegtem Bezug.
Ebenfalls: Glas
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- Gottlob Samuel Mohn1789–1825
- Samuel Mohn1762–1815
- Marianne Rath1904–1985
- Stefan Rath1876–1960
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