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Geometrischer Jugendstil im 1. Bezirk, 1010 Wien

Geometrischer Jugendstil in der Inneren Stadt: die Postsparkasse

Otto Wagners Postsparkasse (1904–1906) mit Aluminiumdetails und die Möbel- und Metallsammlung des MAK zeigen die strenge Wiener Moderne nach 1903.

An der Postsparkasse am Georg-Coch-Platz führte Otto Wagner 1904–1906 das Ornament auf die Konstruktion zurück: Bolzen mit Aluminiumköpfen sitzen auf den Marmorplatten der Fassade, in der Kassenhalle unter dem Glasdach stehen Warmluftgebläse aus Aluminium. Wenige Schritte entfernt verwahrt das MAK am Stubenring Möbel, Silber und Metallarbeiten von Josef Hoffmann und Koloman Moser, die nach 1903 in der Wiener Werkstätte das Quadrat zur Grundform machten. Deren Verkaufslokale am Graben belieferten Kunden aus dem ganzen Bezirk.

Im Handel steht diese Richtung für Gitterwerk-Körbe und Silber der Wiener Werkstätte, Bugholzmöbel nach Entwürfen von Hoffmann und Moser, Keramik mit Schwarz-Weiß-Dekor, Glas mit Bronzitdekor und Schmuck. Werkstattarbeiten tragen Rosenmarke, Monogramm „WW“, Künstlerzeichen und bei Silber die Wiener Feingehaltspunze. Bei Bugholzmöbeln nennen Brandstempel und Papieretiketten Thonet oder J. & J. Kohn als Hersteller. Hoffmanns Möbel wurden ab den 1970er-Jahren neu aufgelegt; Material und Verarbeitung trennen diese Reeditionen von Originalen.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.