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Antiquitäten Wien

Porzellan

Biskuitfiguren

Figuren und Büsten aus unglasiertem Porzellan, von Sèvres und Wien bis zu Heubachs Kinderfiguren.

Biskuitporzellan wird ohne Glasur gebrannt und erhält eine matte, marmorähnliche Oberfläche. Sèvres führte es in den 1750er-Jahren für Figuren nach Entwürfen von Bildhauern ein, in Wien setzte es Anton Grassi in der Sorgenthal-Zeit für klassizistische Figuren, Gruppen und Büsten ein, die sich an der Antike und an Bildhauern wie Antonio Canova orientierten. Fürstenberg schuf Biskuitbüsten berühmter Männer. Im 19. Jahrhundert entstanden Biskuitfiguren in großer Zahl, etwa bei Gebrüder Heubach in Thüringen, die mit Kinderfiguren, den sogenannten Piano Babies, und Puppenköpfen bekannt wurden.

Klassizistische Biskuitfiguren aus Wien, Sèvres und Fürstenberg stehen deutlich über späterer Serienware. Ausschlaggebend sind Manufaktur, Modell, Alter, Feinheit der Ausformung und Erhaltung. Biskuit verschmutzt leicht und nimmt Flecken auf, die sich nur teilweise entfernen lassen. Abgebrochene Teile und Restaurierungen fallen auf der matten Oberfläche stärker auf als bei glasiertem Porzellan. Bemalte Biskuitfiguren des 19. Jahrhunderts werden nach Modell und Erhaltung der Farbe eingestuft. Eingeprägte Marken am Sockel helfen bei der Zuordnung.

Woran man es erkennt

  • Unglasierte, matte Oberfläche
  • Wiener Biskuit nach Grassi
  • Piano Babies von Heubach
  • Flecken schwer zu entfernen

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.