Neorenaissance im 1. Bezirk, 1010 Wien
Neorenaissance in der Inneren Stadt: Oper, Museen, Palais Ephrussi
Staatsoper, MAK, Universität, die Hofmuseen und das Palais Ephrussi folgen der Renaissance – dem Leitstil des liberalen Bürgertums an der Ringstraße.
Mit der Schleifung der Basteien ab 1857 suchte das liberale Bürgertum eine Formensprache für Bildung, Kunst und Wirtschaft und fand sie in der Renaissance. Die Hofoper errichteten 1861–1869 Eduard van der Nüll und August Sicard von Sicardsburg, Heinrich von Ferstel das MAK am Stubenring und das Hauptgebäude der Universität, Gottfried Semper und Carl von Hasenauer die beiden Hofmuseen am Maria-Theresien-Platz. Theophil Hansen errichtete am Ring Mietpalais wie das Palais Ephrussi für die gleichnamige Bankiersfamilie.
Im Interieur entstand daneben der „altdeutsche“ Stil mit Bezug auf die Renaissance nördlich der Alpen: Speisezimmer aus Eiche oder Nuss mit Säulen und Schnitzwerk, Kredenzen, Butzenscheiben, Zinnkrüge, Majolika. Aus Ringstraßenwohnungen kommen solche Ensembles oft vollständig. Wir prüfen Holzart, Konstruktion und Signaturen von Kunsttischlereien, bei Zinn Marken und Gussqualität. Weil viele Palais und Wohnungen nach 1938 enteignet wurden, klären wir bei Beständen aus diesen Häusern die Herkunft.
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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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