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Antiquitäten Wien

Design des 20. Jahrhunderts im 15. Bezirk, 1150 Wien

Design aus Rudolfsheim-Fünfhaus: Stadthalle und Altmieterwohnungen

Roland Rainers Stadthalle von 1958 und die Altmieterwohnungen um Schwendermarkt und Reindorfgasse: Der 15. Bezirk bewahrt Wohnkultur der Nachkriegszeit auf engem Raum.

Wer seit den Fünfzigerjahren in derselben Zimmer-Küche-Wohnung in Sechshaus oder Reindorf lebt, hat Hausrat aus Jahrzehnten auf wenigen Quadratmetern: Kredenz, Klappbett, Couchtisch, Tütenleuchte, ein Tischradio auf dem Kasten. Blockweise Sanierungen nach dem Modell der sanften Stadterneuerung haben viele Häuser verbessert, die Einrichtungen der Altmieter aber meist unberührt gelassen. In den Kellerabteilen der Gründerzeithäuser stehen zusätzlich Sessel und Lampen, die beim Neukauf ausgemustert wurden.

Unter dem freitragenden Dach von Roland Rainers Stadthalle, 1953–1958 erbaut, hat die Nachkriegsmoderne im Bezirk ihren Bezugspunkt; der Platz davor trägt heute seinen Namen. Das Volkswohnhaus in der Holochergasse plante 1932 Oskar Strnad, der an der Kunstgewerbeschule unterrichtete, Leopold Bauer 1925–1927 den Vogelweidhof an der Hütteldorfer Straße. Clemens Holzmeisters Christkönigskirche in Neufünfhaus (1933/34) und der 1949–1952 neu errichtete Westbahnhof mit seiner verglasten Halle ergänzen das Bild.

Bei Altmieterwohnungen drängt oft die Rückgabefrist an die Hausverwaltung; Fotos von Möbeln, Leuchten und Geräten ermöglichen eine Einschätzung noch vor dem Termin. Das Kellerabteil gehört zur kostenlosen Besichtigung, und kleine Stücke wie Leuchten oder Radios nehmen wir beim selben Termin mit. Was keinen Sammlerwert hat, bleibt bei Ihnen; für die anschließende Räumung steht auf Wunsch unsere Schwesterseite entruempelung-danube.at bereit.

Was in Rudolfsheim-Fünfhaus häufig auftaucht

  • Kredenzen, Klappbetten und Couchtische der Nachkriegszeit – Altmieterwohnungen in Sechshaus und Reindorf
  • Tischradios und Leuchten der 1950er-Jahre – Kellerabteile in Gründerzeithäusern

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 15. Bezirk.

Künstler

72

Manufakturen & Marken

65

Epochen & Stile

29

Materialien, Techniken & Punzen

14

Fragen zu Design des 20. Jahrhunderts

Sind Neuauflagen von Vitra oder Wittmann auch interessant?

Ja, wenn sie gut erhalten sind, denn lizenzierte Neuauflagen haben einen eigenen Gebrauchtmarkt. Sie werden jedoch anders bewertet als Stücke aus der ersten Produktionszeit.

Soll ich einen abgenutzten Bezug erneuern lassen?

Nein, zumindest nicht vor der Besichtigung. Originale Bezüge sind für Sammler wichtig, auch mit Gebrauchsspuren. Eine Neupolsterung kann den Wert mindern, wenn sie nicht dem Original entspricht.

Kaufen Sie auch Leuchten von Kalmar ohne Typenschild?

Ja. Etiketten und Plaketten von Kalmar sind oft verloren, die Zuordnung erfolgt dann über Modell, Materialien und Kataloge. Vollständige Schirme und originale Fassungen sind für die Bewertung wichtig.

Was ist mit Möbeln aus Palisander?

Möbel mit Furnier aus Rio-Palisander unterliegen dem Artenschutz und benötigen für den Handel in der Regel eine Bescheinigung. Für Teak oder Nussbaum gelten diese Einschränkungen nicht. Welche Holzart vorliegt, zeigt sich an Maserung, Farbe und Herstellerangaben.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.