Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Design des 20. Jahrhunderts im 8. Bezirk, 1080 Wien

Design des 20. Jahrhunderts in Josefstädter Altbauwohnungen

Kastenfenster, Flügeltüren und Kachelöfen bestimmen in der Josefstadt, welches Möbel in welche Wohnung passt – auch beim Design der Nachkriegszeit.

Weil die Josefstadt den Krieg mit vergleichsweise geringen Schäden überstand, stehen Designstücke hier fast immer in alten Räumen: Ein Sideboard der Sechzigerjahre teilt sich die Wand mit dem Kachelofen, ein Loungesessel steht zwischen Doppelflügeltüren. In sanierten Eigentumswohnungen an Langer Gasse und Lenaugasse verbinden Eigentümer Altbau und Moderne häufig ganz bewusst. Universitätsnähe und Theater zeigen sich in Bibliotheksregalen, Schreibtischen und Arbeitsleuchten aus Professoren- und Schauspielerhaushalten.

Anna-Lülja Praun, die als Architektin und Möbelentwerferin in der Wiener Nachkriegszeit arbeitete, hatte in der Josefstadt Wohnhaus und Atelier, wo sie 2004 starb. Carl Witzmann baute das Theater in der Josefstadt nach dem Vorbild des Teatro La Fenice um, als Max Reinhardt die Bühne übernommen hatte. Für Vergleiche bietet sich das Möbelmuseum Wien im benachbarten Neubau an, wo Ernst Plischkes Einrichtung der Wohnung Lucie Rie aus dem Jahr 1928 ausgestellt ist.

Senden Sie mit den Fotos auch Maße: In Wohnungen mit Kastenfenstern und Parkettböden wurden Regale und Sideboards oft auf eine bestimmte Wandfläche hin gekauft, und die Länge entscheidet mit über die Nachfrage. Die kostenlose Besichtigung umfasst auch Kabinett und Dachbodenabteil. Aus den Biedermeierhäusern der Piaristengasse tragen wir über schmale Stiegen; das Angebot folgt nach der Besichtigung.

Was in Josefstadt häufig auftaucht

  • Sideboards, Wandregale und Schreibtische der 1950er- bis 1970er-Jahre – Akademikerhaushalte nahe Universität und Landesgericht
  • Arbeits- und Stehleuchten – Altbauräume mit hohen Decken und Stuckrosetten
  • Entwürfe von Anna-Lülja Praun – Wohnhaus und Atelier der Architektin im Bezirk; Zuordnung über Vergleichsstücke

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 8. Bezirk.

Künstler

72

Manufakturen & Marken

65

Epochen & Stile

29

Materialien, Techniken & Punzen

14

Fragen zu Design des 20. Jahrhunderts

Wie wichtig sind Kataloge und Rechnungen?

Originalrechnungen, Kataloge und Fotos aus der Entstehungszeit belegen Herkunft und Datierung und erleichtern die Bewertung. Bewahren Sie sie gemeinsam mit dem Möbel auf.

Ist mein Sessel ein Original oder eine Kopie?

Hinweise geben Etiketten, Stempel und Prägungen des Herstellers, Konstruktionsdetails und Materialien. Kopien ohne Lizenz haben oft abweichende Maße und einfachere Verarbeitung. Fotos von Unterseite und Gestell helfen bei der Ersteinschätzung.

Sind Neuauflagen von Vitra oder Wittmann auch interessant?

Ja, wenn sie gut erhalten sind, denn lizenzierte Neuauflagen haben einen eigenen Gebrauchtmarkt. Sie werden jedoch anders bewertet als Stücke aus der ersten Produktionszeit.

Soll ich einen abgenutzten Bezug erneuern lassen?

Nein, zumindest nicht vor der Besichtigung. Originale Bezüge sind für Sammler wichtig, auch mit Gebrauchsspuren. Eine Neupolsterung kann den Wert mindern, wenn sie nicht dem Original entspricht.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.