Hans Hollein gestaltete 1965 am Kohlmarkt das Kerzengeschäft Retti mit einer Front aus Aluminium – ein kleines Ladenlokal, das zum Bezugspunkt der Wiener Architektur zwischen Sputnik und Mondlandung wurde. Später folgten die Portale für den Juwelier Schullin und 1990 das Haas-Haus gegenüber dem Stephansdom. Am Kohlmarkt und am Graben saßen seit dem 19. Jahrhundert die Juweliere und Ausstatter, die für Hof und Adel arbeiteten; Holleins Entwurf setzte in diese Umgebung eine Formensprache aus Technik und Raumfahrt.
Space-Age-Möbel und -Leuchten kommen in Wien aus Haushalten, die in den 1960er-Jahren modern einrichteten: Kunststoffschalen, Kugelsessel, Freischwinger aus einem Guss, Leuchten aus Acryl. Originale tragen Herstellerprägungen oder Etiketten, etwa von Asko, Artifort oder Kartell, und zeigen Alterung im Kunststoff. Spätere Neuauflagen sind legitim, aber anders zu bewerten. Ebenso interessieren uns Entwurfszeichnungen, Ausstellungsplakate und Kataloge aus dem Umfeld von Hollein, Walter Pichler und Haus-Rucker-Co.
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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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