Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Design des 20. Jahrhunderts im 4. Bezirk, 1040 Wien

Design aus der Wieden: Funkhaus, Wien Museum und Freihausviertel

Holzmeisters Funkhaus, Haerdtls Wien Museum am Karlsplatz und große Gründerzeitwohnungen mit Dienstbotenzimmer: Die Wieden bewahrt Design der Zwischen- und Nachkriegszeit.

Das Freihausviertel wurde nach den Bombenschäden von 1944/45 großteils neu bebaut, und in diesen Nachkriegshäusern findet sich Wohnkultur der Fünfzigerjahre nicht selten im ursprünglichen Zusammenhang – Blumenständer, Servierwagen, Tütenleuchten. In den Gründerzeitwohnungen an Argentinierstraße und Prinz-Eugen-Straße wurde das Mobiliar der Moderne meist nachträglich ergänzt, während das Dienstbotenzimmer als Lager für ausgemusterte Leuchten und Stühle dient. Technikerhaushalte im Umfeld der Technischen Universität bewahren zudem Industriedesign wie Rechenmaschinen und Tischradios.

Das Funkhaus der RAVAG in der Argentinierstraße 30a entstand 1935–1939 nach Plänen von Clemens Holzmeister; am Karlsplatz folgte 1954–1959 Oswald Haerdtls Historisches Museum der Stadt Wien, das heutige Wien Museum – zwei Bauten, die Wiener Architektur vor und nach dem Zweiten Weltkrieg markieren. Die Heumühlgasse war im Frühjahr 1903 der erste Arbeitsort der Wiener Werkstätte, damals noch in einer Wohnung. Im Theresianum, wo sein Vater tätig war, verbrachte Koloman Moser seine Kindheit; Emil Hoppe errichtete 1912 das Wohn- und Geschäftshaus Wiedner Hauptstraße 128.

Bevor ausgemusterte Stücke auf dem samstäglichen Flohmarkt bei der Kettenbrückengasse landen, lohnt eine Einschätzung: Ein unscheinbarer Messingleuchter kann von Kalmar stammen, ein Schichtholzsessel aus finnischer Produktion. Ihre Bilder können Sie per WhatsApp schicken oder im Formular hochladen; bei der kostenlosen Besichtigung prüfen wir auch Dienstbotenzimmer und Dachbodenabteil. Sie erhalten danach ein Angebot und entscheiden in Ruhe.

Was in Wieden häufig auftaucht

  • Tischradios und Rundfunkgeräte im Industriedesign – Funkhaus in der Argentinierstraße als Bezugspunkt
  • Kleinmöbel und Leuchten der Fünfzigerjahre – Wiederaufbauhäuser im Freihausviertel
  • Zeichentische und Architektenmöbel – Haushalte von Technikern im Umfeld der Technischen Universität

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 4. Bezirk.

Künstler

72

Manufakturen & Marken

65

Epochen & Stile

29

Materialien, Techniken & Punzen

14

Fragen zu Design des 20. Jahrhunderts

Kaufen Sie auch Leuchten von Kalmar ohne Typenschild?

Ja. Etiketten und Plaketten von Kalmar sind oft verloren, die Zuordnung erfolgt dann über Modell, Materialien und Kataloge. Vollständige Schirme und originale Fassungen sind für die Bewertung wichtig.

Was ist mit Möbeln aus Palisander?

Möbel mit Furnier aus Rio-Palisander unterliegen dem Artenschutz und benötigen für den Handel in der Regel eine Bescheinigung. Für Teak oder Nussbaum gelten diese Einschränkungen nicht. Welche Holzart vorliegt, zeigt sich an Maserung, Farbe und Herstellerangaben.

Kaufen Sie ganze Einrichtungen der Fünfzigerjahre?

Ja. Komplette Wohn- und Speisezimmer der Nachkriegszeit werden gesichtet, das Angebot kann einzelne Stücke oder die ganze Einrichtung umfassen. Was nach dem Ankauf in der Wohnung bleibt, räumt auf Wunsch unsere Wiener Schwesterseite.

Wie wichtig sind Kataloge und Rechnungen?

Originalrechnungen, Kataloge und Fotos aus der Entstehungszeit belegen Herkunft und Datierung und erleichtern die Bewertung. Bewahren Sie sie gemeinsam mit dem Möbel auf.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.