Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Design des 20. Jahrhunderts im 17. Bezirk, 1170 Wien

Design aus Hernals: Haerdtls Espresso und die Siedlung Heuberg

Oswald Haerdtl gestaltete 1954 ein Espresso an der Hernalser Hauptstraße, Adolf Loos plante die Siedlung Heuberg: Hernals vereint Nachkriegsdesign und Siedlerwohnen.

Am Heuberg wohnen in vielen Siedlungshäusern Enkel jener Familien, die sie in den 1920er-Jahren selbst errichteten; die Häuser wurden seither erweitert und immer wieder neu eingerichtet, sodass Küchen, Wohnzimmermöbel und Leuchten der Fünfziger und Sechziger dort häufig sind. Die Hangvillen in Dornbach und Neuwaldegg, viele aus der Zwischenkriegszeit, bewahren Mobiliar bis zur Moderne der Dreißiger. Im dichten Osten um den Elterleinplatz überwiegen Gründerzeit- und Gemeindebauwohnungen mit Möbeln der Nachkriegszeit.

An der Hernalser Hauptstraße 73–75 eröffnete 1954 ein Espresso „Arabia“, eingerichtet von Oswald Haerdtl, der für dieselbe Espresso-Reihe schon am Kohlmarkt gearbeitet hatte. Für die Siedlung Heuberg, die er als Chefarchitekt des Siedlungsamts plante, entwickelte Adolf Loos ein Bausystem, in dem allein die Trennwände zwischen den Häusern tragen. Den Wiedenhoferhof in der Zeillergasse baute Josef Frank 1924/25, Otto Prutscher die Villa Knopf (Braungasse 44) zwischen 1919 und 1922.

Weil die Heuberger Siedler ihre Häuser selbst gebaut und später verwinkelt erweitert haben, gehen wir beim kostenlosen Termin durch jeden Anbau, über den Dachboden und in den Schuppen. Für Villen in Neuwaldegg mit Hanggärten klären wir vorab, wo ein Fahrzeug halten kann. Fotos von Etiketten und Unterseiten beschleunigen die Ersteinschätzung; unser Angebot legen wir erst nach dem Termin vor Ort.

Was in Hernals häufig auftaucht

  • Wohnzimmermöbel, Küchen und Leuchten der 1950er- und 1960er-Jahre – Siedlungshäuser am Heuberg
  • Möbel der Zwischenkriegsmoderne – Villen in Dornbach und Neuwaldegg

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 17. Bezirk.

Künstler

72

Manufakturen & Marken

65

Epochen & Stile

29

Materialien, Techniken & Punzen

14

Fragen zu Design des 20. Jahrhunderts

Wie wichtig sind Kataloge und Rechnungen?

Originalrechnungen, Kataloge und Fotos aus der Entstehungszeit belegen Herkunft und Datierung und erleichtern die Bewertung. Bewahren Sie sie gemeinsam mit dem Möbel auf.

Ist mein Sessel ein Original oder eine Kopie?

Hinweise geben Etiketten, Stempel und Prägungen des Herstellers, Konstruktionsdetails und Materialien. Kopien ohne Lizenz haben oft abweichende Maße und einfachere Verarbeitung. Fotos von Unterseite und Gestell helfen bei der Ersteinschätzung.

Sind Neuauflagen von Vitra oder Wittmann auch interessant?

Ja, wenn sie gut erhalten sind, denn lizenzierte Neuauflagen haben einen eigenen Gebrauchtmarkt. Sie werden jedoch anders bewertet als Stücke aus der ersten Produktionszeit.

Soll ich einen abgenutzten Bezug erneuern lassen?

Nein, zumindest nicht vor der Besichtigung. Originale Bezüge sind für Sammler wichtig, auch mit Gebrauchsspuren. Eine Neupolsterung kann den Wert mindern, wenn sie nicht dem Original entspricht.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.