Dekorative Panneaux und Ölskizzen der Makartzeit
Schmalformate, Farbstudien und Ausstattungsbilder aus dem Umkreis Hans Makarts.
Hans Makart prägte zwischen 1870 und 1884 den Wiener Wohnstil so stark, dass man vom Makartstil spricht: dunkle Räume mit Teppichen, Waffen, Pfauenfedern und Trockenblumensträußen, den Makartbuketts. Für solche Interieurs entstanden schmale, hohe Panneaux mit Frauenfiguren, Putten und Blumen sowie Damenbildnisse in historischen Kostümen. Makart malte zahlreiche Ölskizzen in rascher, leuchtender Malweise, die nach seinem Tod 1884 aus dem Nachlass versteigert wurden. Schüler und Nachahmer lieferten Bilder in ähnlicher Manier für die Wohnungen der Gründerzeit.
Eigenhändige Skizzen erkennt man an der sicheren, pastosen Pinselführung und an Lasuren in rotbraunen und goldenen Tönen. Hinweise auf die Nachlassversteigerung auf der Rückseite stützen die Zuschreibung. Durch bitumenhaltige Farben zeigen Makarts Bilder oft tiefe Schwundrisse und nachgedunkelte Partien, die in die Bewertung einfließen. Panneaux aus dem Umkreis haben dekorativen Wert und passen zu historistischen Interieurs, gemeinsam mit Makartbuketts und Rahmen der Zeit.
Woran man es erkennt
- Pastose, sichere Pinselführung
- Hinweise auf die Nachlassversteigerung
- Schwundrisse durch Bitumen
- Schmale Hochformate
- Umkreisbilder als Dekoration
Künstler & Entwerfer
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