Gemälde der Münchner Schule
Genre, Landschaft und Bildnis aus München, dem zweiten großen Kunstzentrum des deutschen Sprachraums.
München zog im 19. Jahrhundert Maler aus der ganzen Monarchie an, viele Bilder der Münchner Schule kamen über den Kunsthandel nach Wien. Carl Spitzweg malte Bücherwürmer, Hagestolze und Kakteenfreunde in kleinen, humorvollen Szenen, Eduard von Grützner Mönche beim Wein, Franz von Lenbach Bildnisse Bismarcks und der Münchner Gesellschaft. Wilhelm Leibl und sein Kreis suchten eine realistische, tonige Malerei, Gabriel von Max verband Spiritismus und Tierdarstellung, vor allem von Affen. Auch Franz von Defregger lehrte in München.
Spitzweg und Grützner gehören zu den meistkopierten Malern überhaupt; Kopien, Varianten und Öldrucke sind verbreitet, gesicherte Werke stammen oft aus dokumentierten Sammlungen. Spitzweg signierte häufig mit einem S im Rhombus, Grützner datierte seine Bilder meist. Münchner Leinwand- und Rahmenstempel auf der Rückseite stützen die Herkunft, ersetzen aber keine Prüfung der Malerei. Kleine Formate auf Holz und Karton sind typisch für Spitzweg.
Woran man es erkennt
- Spitzwegs S im Rhombus
- Datierte Bilder Grützners
- Kopien und Öldrucke
- Münchner Leinwandstempel
- Kleinformate auf Holz
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