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Antiquitäten Wien

Gemälde des 19. Jahrhunderts im 8. Bezirk, 1080 Wien

Malerei des 19. Jahrhunderts aus Altbauwohnungen der Josefstadt

Rudolf von Alt arbeitete bis 1905 in der Skodagasse; in den kaum kriegsbeschädigten Bürgerhäusern der Josefstadt hängen Porträts und Landschaften oft seit Generationen.

Bomben trafen die Josefstadt 1944/45 vergleichsweise wenig; der Altbaubestand steht großteils noch. In den Bürgerhäusern von Langer Gasse, Piaristengasse und Lenaugasse liegen Wohnungen mit drei bis fünf Zimmern, Kachelöfen, Flügeltüren und Kastenfenstern, deren Wandflächen die Hängung bestimmen. Porträts und Landschaften in Familienbesitz bleiben hier oft über Generationen am selben Nagel; dazu kommen Aquarelle und Grafik mit Wiener Ansichten aus bürgerlichen Sammlungen, die im 19. Jahrhundert angelegt wurden.

Rudolf von Alt, dessen Aquarelle und Ölbilder das Bild Wiens im 19. Jahrhundert prägten, hatte Wohnung und Atelier in der Skodagasse und starb dort 1905 im Alter von 92 Jahren. 1822 erhielt das Theater in der Josefstadt durch Joseph Kornhäusel seinen klassizistischen Neubau, der den Bezirk bis heute prägt. Das Volkskundemuseum im Palais Schönborn in der Laudongasse dokumentiert bäuerliches Leben und dient als Vergleich für das bäuerliche Genre, das im 19. Jahrhundert auch in Öl gemalt wurde.

Kastenfenster und Doppelflügeltüren setzen den Formaten Grenzen: Was hereinkam, lässt sich meist auch wieder hinaustragen, größere Rahmen nehmen wir aber ab und verpacken sie vor Ort. Im Piaristenviertel sind Halteplätze knapp; wie wir am Abholtag zufahren, klären wir vorher. Für die Ersteinschätzung genügen Fotos der Bildfläche, der Signatur und der Rückseite mit Keilrahmen. Das Angebot folgt nach der kostenlosen Besichtigung; ausbezahlt wird bar oder auf ein Konto Ihrer Wahl.

Was in Josefstadt häufig auftaucht

  • Porträts und Landschaften in Familienbesitz – lange Wohndauer in Biedermeier- und Gründerzeitwohnungen.
  • Wiener Ansichten in Öl und Aquarell – Rudolf-von-Alt-Tradition, Atelier in der Skodagasse.
  • Bäuerliches Genre – Vergleichsbestand im Volkskundemuseum im Palais Schönborn.

Mit Bezug zu Josefstadt

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 8. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 8. Bezirk.

Künstler

151

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

17

Materialien, Techniken & Punzen

7

Fragen zu Gemälde des 19. Jahrhunderts

Wie erkenne ich, ob mein Waldmüller echt ist?

Waldmüller gehört zu den am häufigsten gefälschten Wiener Malern. Ausschlaggebend sind Malweise, Lichtführung, Signaturform und der Abgleich mit dem Werkverzeichnis von Rupert Feuchtmüller. Eine verlässliche Aussage ist nur nach Prüfung des Originals möglich.

Mein Bild ist nur mit Nachnamen signiert – reicht das für eine Zuschreibung?

Nein, denn in Malerfamilien wie Alt, Blaas, Ender oder L'Allemand signierten mehrere Mitglieder ähnlich. Die Zuordnung ergibt sich aus Schriftbild, Datierung, Motiv und Malweise.

Kaufen Sie auch Bilder unbekannter Maler?

Ja, wenn Motiv, Qualität und Erhaltung stimmen. Viele Akademieabsolventen des 19. Jahrhunderts malten Landschaften und Bildnisse auf gutem Niveau, die heute als Wandbilder gesucht sind.

Lohnt sich eine Restaurierung vor dem Verkauf?

In der Regel nicht. Die Kosten schlagen sich selten vollständig im Ergebnis nieder, und eine ungeeignete Reinigung kann Lasuren beschädigen. Bewertet wird das Bild im vorhandenen Zustand.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.