Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Gemälde des 19. Jahrhunderts im 4. Bezirk, 1040 Wien

Gemälde des 19. Jahrhunderts von der Wieden: Salons um Makarts Atelier

Altbauwohnungen bis über 200 Quadratmeter an Argentinierstraße und Schwindgasse bewahren Salonhängungen der Gründerzeit – Ankauf von Ölbildern auf der Wieden.

Auf der Wieden messen viele Altbauwohnungen weit über hundert, manche über zweihundert Quadratmeter, oft mit Dienstbotenzimmer, Stuckdecken und hohen Wänden. In den Gründerzeithäusern an Argentinierstraße, Prinz-Eugen-Straße und Schwindgasse wurden die Salons dicht mit Bildern behängt: Landschaften, Genreszenen und Porträts in Goldrahmen, dazu Kopien nach Galeriebildern, die man von Originalen unterscheiden muss. Die Biedermeierhäuser in Mühlgasse und Paulanergasse sind kleiner; aus ihren Wohnungen stammen eher Bildnisse und Ansichten der Zeit um 1820–1840.

Hans Makart bezog 1869 sein Atelier in der Gußhausstraße und machte es zum Schauraum, der das Sammeln von Antiquitäten, Waffen und Teppichen als Raumdekoration zur Mode des Wiener Bürgertums werden ließ; der Makartstil bürgerlicher Wohnungen hat hier seinen Ausgangspunkt. Josef Danhauser, Maler des Biedermeier, führte nach dem Tod seines Vaters die Joseph Danhauser'sche Möbelfabrik auf der Wieden weiter, an die die Danhausergasse erinnert. Wie Biedermeier-Räume samt ihren Bildern aussahen, zeigt das Wien Museum am Karlsplatz.

In Dienstbotenzimmern und Dachbodenabteilen der Wieden stapeln sich oft abgehängte Bilder und leere Rahmen. Beides gehört zur Besichtigung, denn ein originaler Rahmen der Makartzeit sagt viel über die Herkunft eines Bildes. Fotografieren Sie Vorderseite, Signatur und Rückseite mit Etiketten. Samstags, wenn bei der Kettenbrückengasse der Flohmarkt stattfindet, ist das Halten dort schwierig; Abholtermine für Großformate legen wir daher lieber unter die Woche.

Was in Wieden häufig auftaucht

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 4. Bezirk.

Künstler

151

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

17

Materialien, Techniken & Punzen

7

Fragen zu Gemälde des 19. Jahrhunderts

Mein Bild ist nur mit Nachnamen signiert – reicht das für eine Zuschreibung?

Nein, denn in Malerfamilien wie Alt, Blaas, Ender oder L'Allemand signierten mehrere Mitglieder ähnlich. Die Zuordnung ergibt sich aus Schriftbild, Datierung, Motiv und Malweise.

Kaufen Sie auch Bilder unbekannter Maler?

Ja, wenn Motiv, Qualität und Erhaltung stimmen. Viele Akademieabsolventen des 19. Jahrhunderts malten Landschaften und Bildnisse auf gutem Niveau, die heute als Wandbilder gesucht sind.

Lohnt sich eine Restaurierung vor dem Verkauf?

In der Regel nicht. Die Kosten schlagen sich selten vollständig im Ergebnis nieder, und eine ungeeignete Reinigung kann Lasuren beschädigen. Bewertet wird das Bild im vorhandenen Zustand.

Was bedeuten Etiketten des Künstlerhauses auf der Rückseite?

Das Künstlerhaus am Karlsplatz zeigte ab 1868 die Ausstellungen der Wiener Künstlergenossenschaft. Ein Etikett mit Katalognummer belegt, dass das Bild dort ausgestellt war, und erlaubt oft die Bestimmung von Titel und Jahr.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.