Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Gemälde des 19. Jahrhunderts im 23. Bezirk, 1230 Wien

Gemälde des 19. Jahrhunderts aus Liesing: Mauer, Rodaun, Atzgersdorf

Anton Romako wurde 1832 in Atzgersdorf geboren; aus Villen in Rodaun, Mauer und Kalksburg kommen Gemälde der Zeit um 1900 zur Bewertung.

Mauer, Rodaun und Kalksburg waren um 1900 beliebte Sommerfrischen mit Heurigen, Gasthäusern und Villen für Wiener Familien. Die Häuser jener Sommerfrischenjahre, Villen mit großen Gärten zum Wald hin, bewohnt oft noch die Familie der Erbauer; Verlassenschaften umfassen dort Möbel mehrerer Epochen, Bibliotheken und Bilder. Atzgersdorf, Liesing und Inzersdorf dagegen waren Industrie-, Brauerei- und Ziegelorte, deren alte Ortskerne Winzerhöfe mit Kellern bewahren.

Anton Romako, 1832 in Atzgersdorf geboren, malte Bildnisse mit gespannter, nervöser Psychologie, die als Vorläufer des Expressionismus gelten; er starb 1889 in Wien. In Rodaun lebte Hugo von Hofmannsthal im sogenannten Fuchs-Schlössl; die Überlieferung verbindet das Haus mit Maria Theresias Erzieherin, Gräfin Charlotte Fuchs. Die Rodauner Bergkirche und Schloss Erlaa mit seinem Park bilden die ältere Schicht des Bezirks, die Sommerfrischenvillen um 1900 die jüngere, aus der die meisten Bilder stammen.

Liesinger Villen und Winzerhäuser haben oft Weinkeller und Presshäuser, in denen sich Geräte und Fässer über Generationen erhalten haben – und gelegentlich abgestellte Bilder. Diese Räume sehen wir uns bei der Besichtigung mit an. In Alt-Erlaa und anderen Großwohnanlagen fallen eher Bilder an, die Familien aus früheren Wohnungen mitgebracht haben. Mit Aufnahmen von Bildfläche, Signatur und Rückseite können wir den Termin vorbereiten.

Was in Liesing häufig auftaucht

  • Villenbilder um 1900 – Landhäuser in Rodaun, Mauer und Kalksburg.
  • Wienerwald-Landschaften und Sommerfrischenmotive – Lage am Südrand des Wienerwalds.

Mit Bezug zu Liesing

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 23. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 23. Bezirk.

Künstler

151

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

17

Materialien, Techniken & Punzen

7

Fragen zu Gemälde des 19. Jahrhunderts

Kaufen Sie auch Bilder unbekannter Maler?

Ja, wenn Motiv, Qualität und Erhaltung stimmen. Viele Akademieabsolventen des 19. Jahrhunderts malten Landschaften und Bildnisse auf gutem Niveau, die heute als Wandbilder gesucht sind.

Lohnt sich eine Restaurierung vor dem Verkauf?

In der Regel nicht. Die Kosten schlagen sich selten vollständig im Ergebnis nieder, und eine ungeeignete Reinigung kann Lasuren beschädigen. Bewertet wird das Bild im vorhandenen Zustand.

Was bedeuten Etiketten des Künstlerhauses auf der Rückseite?

Das Künstlerhaus am Karlsplatz zeigte ab 1868 die Ausstellungen der Wiener Künstlergenossenschaft. Ein Etikett mit Katalognummer belegt, dass das Bild dort ausgestellt war, und erlaubt oft die Bestimmung von Titel und Jahr.

Sind Ölstudien auf Karton weniger wert als Leinwandbilder?

Nicht zwingend. Freilichtstudien von Schindler, Pettenkofen oder Alt zeigen die Handschrift unmittelbar und werden eigens gesammelt. Entscheidend sind Motiv und Ausführung.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.