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Gemälde des 19. Jahrhunderts im 7. Bezirk, 1070 Wien

Biedermeier-Bildnisse und Gemälde des 19. Jahrhunderts in Neubau

Am Spittelberg kam Friedrich von Amerling 1803 zur Welt. Biedermeier-Bildnisse, Porträtminiaturen und Bilder aus den Gewerbehöfen des Schottenfelds bewerten wir im 7. Bezirk vor Ort.

Der Spittelberg bewahrt mit Spittelberggasse, Gutenberggasse und Schrankgasse das geschlossenste Biedermeier-Ensemble Wiens; in St. Ulrich, dem ältesten Siedlungskern, stehen Häuser derselben Zeit. Aus solchen Haushalten stammen Bildnisse und Familienporträts um 1820–1840, oft in schmalen Rahmen mit Goldleiste. Am Schottenfeld, dem „Brillantengrund“, lebten um 1800 wohlhabende Seidenfabrikanten; ihre Wohnhäuser über Werkstatttrakten mit hohen Fenstern dienen heute als Lofts und Ateliers, in denen Erbstücke neben Designobjekten stehen.

Friedrich von Amerling kam 1803 im heutigen Amerlinghaus am Spittelberg zur Welt und porträtierte später Kaiser Franz I. ebenso wie den Wiener Adel und das Bürgertum. Die Altlerchenfelder Kirche zeigt Wandmalerei nach dem Programm Joseph von Führichs, ein Hauptwerk der Nazarener in Wien. Im Möbelmuseum Wien in der Andreasgasse lassen sich Biedermeier-Raumensembles mit ihrer Ausstattung studieren, während im MuseumsQuartier das Leopold Museum die Malerei des späten 19. Jahrhunderts neben jener der Moderne präsentiert.

Biedermeierhäuser am Spittelberg haben niedrige Räume und schmale Stiegen, die Gewerbehöfe am Schottenfeld dagegen oft breite Durchfahrten – die Abholung richtet sich danach. Kleine Bildnisse und Miniaturen lassen sich an guten Fotos von Vorder- und Rückseite meist schon einordnen. Lassen Sie Klebezettel mit Namen der Dargestellten unbedingt am Bild, sie sind für die Zuschreibung wichtig. Bei der Besichtigung erhalten Sie ein Angebot, auf Wunsch nehmen wir die Bilder gleich mit.

Was in Neubau häufig auftaucht

  • Biedermeier-Bildnisse und Familienporträts – Häuser der Zeit um 1820–1840 am Spittelberg und in St. Ulrich.
  • Porträtminiaturen – Amerling-Tradition im Bezirk.
  • Religiöse Malerei der Nazarener – Altlerchenfelder Kirche als Vergleich für Andachtsbilder und Entwürfe.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 7. Bezirk.

Künstler

151

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

17

Materialien, Techniken & Punzen

7

Fragen zu Gemälde des 19. Jahrhunderts

Können Sie große Gemälde vom Dachboden holen?

Ja. Bilder werden auch von Dachböden und über enge Stiegen getragen, verpackt und auf Wunsch mit Rahmen abgeholt. Termine sind in allen 23 Bezirken möglich.

Wie erkenne ich, ob mein Waldmüller echt ist?

Waldmüller gehört zu den am häufigsten gefälschten Wiener Malern. Ausschlaggebend sind Malweise, Lichtführung, Signaturform und der Abgleich mit dem Werkverzeichnis von Rupert Feuchtmüller. Eine verlässliche Aussage ist nur nach Prüfung des Originals möglich.

Mein Bild ist nur mit Nachnamen signiert – reicht das für eine Zuschreibung?

Nein, denn in Malerfamilien wie Alt, Blaas, Ender oder L'Allemand signierten mehrere Mitglieder ähnlich. Die Zuordnung ergibt sich aus Schriftbild, Datierung, Motiv und Malweise.

Kaufen Sie auch Bilder unbekannter Maler?

Ja, wenn Motiv, Qualität und Erhaltung stimmen. Viele Akademieabsolventen des 19. Jahrhunderts malten Landschaften und Bildnisse auf gutem Niveau, die heute als Wandbilder gesucht sind.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.