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Gemälde des 19. Jahrhunderts im 3. Bezirk, 1030 Wien

Gemälde des 19. Jahrhunderts verkaufen auf der Landstraße

Vom Botschaftsviertel am Rennweg bis zu den Biedermeierhäusern der Ungargasse: Gemälde des 19. Jahrhunderts aus dem 3. Bezirk, mit dem Belvedere als Vergleichssammlung.

Im 3. Bezirk liegen zwei Wohnwelten nebeneinander. In Fasanviertel und Botschaftsviertel stehen großbürgerliche Wohnungen, deren Salons mit Landschaften, Damenbildnissen und Stillleben in Goldrahmen ausgestattet wurden. In Ungargasse und Landstraßer Hauptstraße haben sich Biedermeierhäuser erhalten – in der Ungargasse 5 entstand 1823/24 ein Gutteil von Beethovens Neunter –, aus deren Haushalten Bildnisse und Porträtminiaturen der Zeit um 1830 stammen. Wohnungen von Diplomaten, die nach einigen Jahren aufgelöst werden, enthalten mitunter auch ungarische, polnische oder französische Malerei.

Für diese Sparte ist das Belvedere die naheliegende Vergleichssammlung: Hauptwerke von Ferdinand Georg Waldmüller, Friedrich von Amerling, Peter Fendi und Josef Danhauser, Bilder Hans Makarts, Orientszenen von Leopold Carl Müller und Arbeiten August von Pettenkofens sind dort zu sehen. Im Arsenal malte Carl von Blaas die Fresken der Ruhmeshalle des Heeresgeschichtlichen Museums, dessen Bau Theophil Hansen und Ludwig Förster 1850–1856 errichteten. Für Soldatenbilder der k. k. Armee bietet das Museum im Arsenal passendes Vergleichsmaterial.

Haushalte aus dem Botschaftsviertel werden oft mit kurzer Frist vor einer Versetzung aufgelöst. Schicken Sie uns dann Fotos von Bildvorderseite, Signatur und Keilrahmen; die Besichtigung legen wir vor den Umzugstermin. Bei Bildern, die über Auslandsposten nach Wien kamen, fragen wir nach Kaufbelegen oder Zollpapieren. In den Zinshäusern von Erdberg und rund um den Rochusmarkt sind die Formate kleiner, die Stiegen dafür steil – wir tragen selbst.

Was in Landstraße häufig auftaucht

  • Biedermeier-Bildnisse und Porträtminiaturen – Bürgerhäuser in Ungargasse und Landstraßer Hauptstraße.
  • Soldatenbilder der k. k. Armee – Offiziers- und Beamtenhaushalte im Umfeld des Arsenals.
  • Orientalistische Gemälde – Vergleichsbestand von Leopold Carl Müller im Belvedere, Haushalte mit Auslandsbezug.

Mit Bezug zu Landstraße

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 3. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 3. Bezirk.

Künstler

151

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

17

Materialien, Techniken & Punzen

7

Fragen zu Gemälde des 19. Jahrhunderts

Kaufen Sie auch Bilder unbekannter Maler?

Ja, wenn Motiv, Qualität und Erhaltung stimmen. Viele Akademieabsolventen des 19. Jahrhunderts malten Landschaften und Bildnisse auf gutem Niveau, die heute als Wandbilder gesucht sind.

Lohnt sich eine Restaurierung vor dem Verkauf?

In der Regel nicht. Die Kosten schlagen sich selten vollständig im Ergebnis nieder, und eine ungeeignete Reinigung kann Lasuren beschädigen. Bewertet wird das Bild im vorhandenen Zustand.

Was bedeuten Etiketten des Künstlerhauses auf der Rückseite?

Das Künstlerhaus am Karlsplatz zeigte ab 1868 die Ausstellungen der Wiener Künstlergenossenschaft. Ein Etikett mit Katalognummer belegt, dass das Bild dort ausgestellt war, und erlaubt oft die Bestimmung von Titel und Jahr.

Sind Ölstudien auf Karton weniger wert als Leinwandbilder?

Nicht zwingend. Freilichtstudien von Schindler, Pettenkofen oder Alt zeigen die Handschrift unmittelbar und werden eigens gesammelt. Entscheidend sind Motiv und Ausführung.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.