Das Stillleben bot den Malern der Zwischenkriegszeit ein Feld für Farb- und Formexperimente. Josef Dobrowsky malte Blumensträuße und Früchte in tiefen, satten Tönen, Herbert Boeckl pastose Stillleben mit Fischen, Wild und Früchten, Josef Floch ruhige Kompositionen mit Krügen und Tischen in gedämpftem Licht, Georg Merkel heitere, arkadisch gestimmte Gegenstände. Rudolf Wacker gab dem Stillleben mit Puppen und Kakteen eine unheimliche Note. Viele dieser Bilder hingen in Wiener Wohnungen und gingen durch Erbgänge an die heutige Generation über.
Stillleben sind leichter zu platzieren als großformatige Figurenbilder und daher gefragt. Ausschlaggebend sind Zuschreibung, Farbkraft und Erhaltung; pastose Malschichten sind druck- und stoßempfindlich. Dobrowsky und Boeckl signierten meist mit Monogramm oder Namenszug am unteren Rand. Datierte Bilder lassen sich leichter einer Werkphase zuordnen. Originalrahmen der Zeit, oft schlichte Leisten mit Silber- oder Goldfassung, ergänzen das Bild. Ausstellungsetiketten des Hagenbunds oder der Secession belegen frühe Präsentationen.
Woran man es erkennt
- Farbkraft und Erhaltung
- Pastose Malschichten
- Monogramme am unteren Rand
- Originalrahmen der Zeit
Künstler & Entwerfer
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