Die Zeichnung war in der Wiener Moderne ein eigenständiges Ausdrucksmittel. Gustav Klimt fertigte Tausende Studien nach dem Modell, meist mit Bleistift oder Kreide auf Packpapier, mit langen, ruhigen Linien. Egon Schiele steigerte die Linie zur expressiven Kontur und kolorierte viele Blätter mit Aquarell und Gouache; seine Akte von 1910 bis 1912 zählen zu den bekanntesten Arbeiten auf Papier des 20. Jahrhunderts. Oskar Kokoschka zeichnete bewegte Modelle mit raschem Strich, Anton Peschka und Erwin Osen arbeiteten im Umfeld Schieles.
Kein Bereich ist stärker von Fälschungen betroffen. Für Klimt ist das Werkverzeichnis der Zeichnungen von Alice Strobl maßgeblich, für Schiele das Verzeichnis des Kallir Research Institute. Geprüft werden Papier, Linienführung, Signatur und Herkunft; ein Blatt ohne Eintrag wird zurückhaltend beurteilt. Lichtschäden und vergilbtes Papier sind häufig und mindern bei kolorierten Blättern stärker als bei Bleistiftzeichnungen. Rahmen mit UV-Schutzglas schonen das Papier bis zur Besichtigung.
Woran man es erkennt
- Werkverzeichnis Alice Strobl
- Kallir Research Institute für Schiele
- Packpapier bei Klimt
- Lichtschäden an Kolorierungen
- Häufige Fälschungen
Künstler & Entwerfer
Aktzeichnungen der Wiener Moderne verkaufen: in allen 23 Bezirken
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Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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