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Klassische Moderne im 2. Bezirk, 1020 Wien

Klassische Moderne aus Leopoldstädter Altbauwohnungen verkaufen

Praterstraße, Taborstraße, Karmeliterviertel: In den großbürgerlichen Straßentrakten der Leopoldstadt hängen Bilder der Zwischenkriegszeit, deren Herkunft wir genau klären.

Entlang von Taborstraße, Praterstraße und Unterer Augartenstraße, den Geschäfts- und Theaterstraßen des 19. Jahrhunderts, liegen straßenseitig großbürgerliche Wohnungen, in den Hoftrakten kleinere mit Zimmer, Küche und Kabinett. Heute kommen Bilder der Moderne hier meist aus Altmieterwohnungen mit jahrzehntelanger Wohndauer oder aus Dachböden und Kellerabteilen, in denen Koffer mit Fotoalben, Korrespondenz und gerahmten Blättern stehen. Typisch sind Aquarelle, Zeichnungen und Bildnisse in kleineren Formaten, seltener große Leinwände.

Für diese Sparte zählt in der Leopoldstadt vor allem die Geschichte der Besitzer. Nach Deportation und Vertreibung der jüdischen Bevölkerung wechselten viele Sammlungen gewaltsam die Hand; Werke, die vor 1938 in Wohnungen um Karmelitermarkt und Augarten hingen, prüfen wir auf Rückstellungsakten und Verlustmeldungen. Über den Donaukanal liegen Dorotheum, Albertina und die Händlergassen der Inneren Stadt, deren Etiketten und Rechnungen auf Rückseiten häufig zu finden sind. Rahmenhändlerstempel und alte Ausstellungsaufkleber ergänzen die Spurensuche.

Altbauten an der Taborstraße haben oft hohe, aber enge Stiegenhäuser und keinen Lift; gerahmte Bilder hinter Glas tragen wir deshalb einzeln und gepolstert hinunter. Schicken Sie vorab Fotos der Rückseite, denn Stempel und Aufkleber sagen hier oft mehr als die Signatur. Die Besichtigung ist kostenlos, ebenso unsere Einschätzung, ob es sich um ein Original, eine Kopie nach Vorlage oder einen Kunstdruck handelt. Bezahlung bar oder per Überweisung.

Was in Leopoldstadt häufig auftaucht

  • Zeichnungen und Aquarelle der Zwischenkriegszeit – Altmieterhaushalte in Zinshäusern an Praterstraße und Taborstraße
  • Auftragsbildnisse und Familienporträts 1918–1938 – bürgerliche Straßenwohnungen; die Provenienz wird geprüft
  • Mappen mit Studienblättern vom Dachboden – Koffer und Kisten aus mehreren Generationen in Gründerzeithäusern

Mit Bezug zu Leopoldstadt

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 2. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 2. Bezirk.

Künstler

161

Manufakturen & Marken

1

Epochen & Stile

26

Materialien, Techniken & Punzen

15

Fragen zu Klassische Moderne

Ist eine Lithografie von Kokoschka auch Klassische Moderne?

Ja, Druckgrafik gehört zum Werk, wird aber anders bewertet als Unikate. Bleistiftsignatur, Auflagenhöhe und Druckqualität bestimmen den Wert; Einzelheiten stehen auf der Seite zur Grafik.

Ich habe eine Zeichnung, die Schiele zugeschrieben wird – wie gehen Sie vor?

Zuerst werden Fotos von Vorder- und Rückseite, Signatur und Papier geprüft. Erscheint eine Zuschreibung möglich, wird das Blatt mit dem Werkverzeichnis des Kallir Research Institute verglichen, das für Schiele maßgeblich ist. Ohne dessen Bestätigung ist ein Verkauf im internationalen Markt kaum möglich.

Was ist ein Nachlassstempel?

Nach dem Tod mancher Künstler kennzeichneten Erben oder Nachlassverwalter Arbeiten aus dem Atelier mit einem Stempel. Er belegt die Herkunft aus dem Nachlass, ersetzt aber keine Prüfung der Zuschreibung.

Mein Bild stammt von einem Hagenbund-Maler, den kaum jemand kennt – lohnt sich eine Anfrage?

Ja. Viele Hagenbund-Mitglieder wurden erst in den letzten Jahrzehnten wiederentdeckt, gute Arbeiten finden heute Sammler und Museen. Fotos genügen für eine erste Einschätzung.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.