Arbeiten des Wiener Kinetismus
Abstrakt-dynamische Kompositionen aus der Ornamentklasse Franz Cizeks an der Kunstgewerbeschule.
In der Klasse für Ornamentale Formenlehre von Franz Cizek an der Wiener Kunstgewerbeschule entstand ab etwa 1920 eine eigenständige Avantgarde, der Kinetismus. Cizeks Schülerinnen Erika Giovanna Klien, My Ullmann und Elisabeth Karlinsky übersetzten Bewegung, Rhythmus und Geschwindigkeit in abstrakte Kompositionen aus Kurven, Kreisen und Farbflächen, verwandt mit Futurismus und Konstruktivismus. Die Arbeiten entstanden meist in Gouache, Tempera und Collage auf Papier, daneben Linolschnitte und Entwürfe für Plakate und Bühnen. Klien wanderte 1929 nach New York aus, Karlinsky ging nach Dänemark.
Kinetistische Arbeiten sind selten, da sie als Schülerarbeiten nur zum Teil erhalten blieben; Museen und Sammler der Avantgarde suchen gezielt danach. Wichtig sind Zuordnung, Datierung und Herkunft, häufig aus dem Nachlass der Künstlerinnen. Gouachen und Collagen sind lichtempfindlich, Kleber und Papier vergilben. Bezeichnungen mit Klassen- oder Schülerangaben auf der Rückseite stützen die Einordnung. Auch Entwürfe für Textilien und Bühnenbilder aus dem Umkreis der Klasse werden angekauft.
Woran man es erkennt
- Gouache, Tempera und Collage
- Klassenvermerke auf der Rückseite
- Lichtempfindliche Papiere
- Seltene Schülerarbeiten
- Entwürfe für Bühne und Textil
Künstler & Entwerfer
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