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Klassische Moderne im 7. Bezirk, 1070 Wien

Klassische Moderne aus Neubau: Westbahnstraße, Neustiftgasse, MQ

Westbahnstraße 36 war Klimts Wohnadresse, die Neustiftgasse Sitz der Wiener Werkstätte, und im MuseumsQuartier liegt die größte Schiele-Sammlung.

Den Bestand bilden frühere Seidenweberhöfe am Schottenfeld, das Biedermeier-Ensemble des Spittelbergs und Zinshäuser der Gründerzeit an Zieglergasse und Neubaugasse. Seit Jahrzehnten ziehen Grafiker, Drucker und Gestalter in die alten Werkstatttrakte mit hohen Fenstern. In Verlassenschaften liegen deshalb neben bürgerlichem Hausrat Grafikmappen, Entwürfe und Druckstöcke. Wo eine Familie über Generationen im Bezirk blieb, finden sich gelegentlich Arbeiten aus dem Umfeld der lokalen Werkstätten, darunter Zeichnungen und Gouachen von Künstlerinnen der Kunstgewerbeschule.

Gustav Klimt lebte mit Mutter und Schwestern in der Westbahnstraße 36. Die Wiener Werkstätte bezog im Herbst 1903 die Räume Neustiftgasse 32–34; Oskar Kokoschkas Bilderbuch „Die träumenden Knaben“ erschien 1908 in ihrem Verlag. Im MuseumsQuartier besitzt das Leopold Museum die größte Schiele-Sammlung und Klimts „Tod und Leben“, das mumok Werke der Klassischen Moderne. Wer ein Blatt aus dem Umfeld Schieles anbietet, findet Vergleichsstücke, Literatur und Kataloge im Bezirk selbst.

Lofts in umgebauten Fabrikgebäuden haben mitunter Lastenlifte, Biedermeierhäuser am Spittelberg dagegen schmale Stiegen und niedrige Türstöcke; danach richtet sich, wie wir großformatige Leinwände transportieren. Fotos von Bild, Rückseite und Rahmen reichen für die Ersteinschätzung. Die Besichtigung kostet nichts, das Angebot bekommen Sie schriftlich. Sie werden bar oder per Überweisung bezahlt, auf Wunsch holen wir die Werke selbst ab.

Was in Neubau häufig auftaucht

  • Grafikmappen und Druckstöcke aus Werkstatthaushalten – Druckereien und Ateliers in den Gewerbehöfen am Schottenfeld
  • Zeichnungen und Gouachen der Wiener Moderne – Nähe zum Leopold Museum und zu den früheren Werkstätten in der Neustiftgasse
  • Arbeiten von Absolventinnen der Kunstgewerbeschule – Entwerferinnen, die für die Wiener Werkstätte arbeiteten

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 7. Bezirk.

Künstler

161

Manufakturen & Marken

1

Epochen & Stile

26

Materialien, Techniken & Punzen

15

Fragen zu Klassische Moderne

Die Zeichnung hat Stockflecken und ist vergilbt – ist sie noch etwas wert?

Bei gesuchten Künstlern ja. Papierrestauratoren können Flecken mindern und säurehaltige Montagen entfernen. Lassen Sie das Blatt bis zur Besichtigung im Rahmen und nehmen Sie es nicht aus dem Passepartout.

Kaufen Sie auch Werke, die im Exil entstanden sind?

Ja. Arbeiten von Josef Floch, Gerhart Frankl, Marie-Louise von Motesiczky oder Georg Ehrlich, die nach 1938 in London, Paris oder New York entstanden, gehören zur österreichischen Moderne. Ausschlaggebend sind Qualität und Zustand, nicht der Entstehungsort.

Wie wichtig ist die Rückseite eines Gemäldes?

Sehr wichtig. Galerieetiketten, Ausstellungsnummern, Rahmenmacherstempel und Beschriftungen erzählen die Geschichte eines Werks und sind für die Provenienzprüfung unverzichtbar. Entfernen Sie nichts und fotografieren Sie alles.

Ist eine Lithografie von Kokoschka auch Klassische Moderne?

Ja, Druckgrafik gehört zum Werk, wird aber anders bewertet als Unikate. Bleistiftsignatur, Auflagenhöhe und Druckqualität bestimmen den Wert; Einzelheiten stehen auf der Seite zur Grafik.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.