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Klassische Moderne im 17. Bezirk, 1170 Wien

Klassische Moderne in Hernals: Loos am Heuberg, Villen in Dornbach

Ab 1921 entstand nach Plänen von Adolf Loos die Siedlung Heuberg; in Dornbach und Neuwaldegg stehen Villen der Zwischenkriegszeit, in denen Bilder oft unverändert hängen.

Auf wenigen Quadratkilometern liegen in Hernals nahezu alle Wohnformen Wiens nebeneinander: Gründerzeitwohnungen um Elterleinplatz und Hernalser Hauptstraße, Gemeindebauten an den Hauptachsen, Siedlungshäuser am Heuberg und Landhäuser mit großen Gärten in Dornbach und Neuwaldegg. Villen aus Späthistorismus und Zwischenkriegszeit enthalten Gemälde des 19. und 20. Jahrhunderts als üblichen Bestand, oft gemeinsam mit dem Mobiliar. In den Siedlungen wohnen häufig Nachkommen der Erstsiedler, deren Bilder bescheidener, aber gut erhalten sind.

Adolf Loos, der Oskar Kokoschka ab 1909 Bildnisaufträge vermittelte, war Chefarchitekt des Siedlungsamts und entwickelte für den Heuberg das „Haus mit einer Mauer“, bei dem nur die Trennwände tragen. Damit steht in Hernals ein Baustein jener Wiener Moderne, zu der Kokoschkas frühe Bildnisse gehören. Für die Malerei ist der Bezirk vor allem Wohnort ihrer Käufer: Villen in Dornbach und Neuwaldegg am Eingang des Schwarzenbergparks bewahren Landschaften, Bildnisse und Stillleben aus Wiener Ateliers.

Siedlungshäuser am Heuberg wurden in Selbsthilfe gebaut und mehrfach erweitert; Bilder hängen dort oft in Anbauten oder lagern auf dem Dachboden über dem ursprünglichen Kern. Für die kostenlose Besichtigung genügen Fotos, gern mit Rückseite. Bei Dornbacher Villen in Hanglage klären wir den Zugang vorab. Angekaufte Werke nehmen wir beim selben Termin mit, bezahlt in bar oder per Bank.

Was in Hernals häufig auftaucht

  • Gemälde des frühen 20. Jahrhunderts – Villen des Späthistorismus und der Zwischenkriegszeit in Dornbach und Neuwaldegg
  • Kleinformatige Bilder und Aquarelle aus Siedlerhaushalten – Siedlung Heuberg, oft in Familienbesitz seit den 1920er-Jahren

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 17. Bezirk.

Künstler

161

Manufakturen & Marken

1

Epochen & Stile

26

Materialien, Techniken & Punzen

15

Fragen zu Klassische Moderne

Was ist ein Nachlassstempel?

Nach dem Tod mancher Künstler kennzeichneten Erben oder Nachlassverwalter Arbeiten aus dem Atelier mit einem Stempel. Er belegt die Herkunft aus dem Nachlass, ersetzt aber keine Prüfung der Zuschreibung.

Mein Bild stammt von einem Hagenbund-Maler, den kaum jemand kennt – lohnt sich eine Anfrage?

Ja. Viele Hagenbund-Mitglieder wurden erst in den letzten Jahrzehnten wiederentdeckt, gute Arbeiten finden heute Sammler und Museen. Fotos genügen für eine erste Einschätzung.

Die Zeichnung hat Stockflecken und ist vergilbt – ist sie noch etwas wert?

Bei gesuchten Künstlern ja. Papierrestauratoren können Flecken mindern und säurehaltige Montagen entfernen. Lassen Sie das Blatt bis zur Besichtigung im Rahmen und nehmen Sie es nicht aus dem Passepartout.

Kaufen Sie auch Werke, die im Exil entstanden sind?

Ja. Arbeiten von Josef Floch, Gerhart Frankl, Marie-Louise von Motesiczky oder Georg Ehrlich, die nach 1938 in London, Paris oder New York entstanden, gehören zur österreichischen Moderne. Ausschlaggebend sind Qualität und Zustand, nicht der Entstehungsort.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.