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Klassische Moderne im 15. Bezirk, 1150 Wien

Klassische Moderne aus Rudolfsheim-Fünfhaus richtig einschätzen

Zwischen Westbahnhof, Schmelz und Reindorf stammen Werke der Moderne meist aus Altmieterhaushalten: kleine Formate, Papierarbeiten, gelegentlich ein signiertes Ölbild.

Kleine Gründerzeitwohnungen mit Zimmer und Küche, früher mit Bassena am Gang und inzwischen vielfach saniert, prägen Fünfhaus, Sechshaus und Reindorf. Altmieter leben hier oft fünfzig Jahre und länger an derselben Adresse, ihr Hausrat ist auf engem Raum gewachsen. Bilder der Moderne tauchen in solchen Wohnungen eher als Aquarell, Zeichnung oder kleinformatiges Ölbild auf, häufig neben Fotoalben und Dokumenten. Kellerabteile enthalten Koffer und Kisten, in denen gerahmte Blätter liegen, die seit Jahrzehnten niemand angesehen hat.

Für diese Sparte führen die Bezüge in die Nachbarschaft: Das Leopold Museum liegt im angrenzenden Neubau, Klimts Geburtsort Baumgarten in Penzing. Für die Bewertung zählt hier vor allem die Herkunftsgeschichte der Familie. An den im November 1938 zerstörten Turnertempel erinnert seit 2011 ein Gedenkort in der Turnergasse; bei Werken, die vor 1938 im Bezirk waren, prüfen wir die Provenienz. Roland Rainers Stadthalle von 1958 markiert dann den Übergang zur Nachkriegsmoderne.

Senden Sie vorab Fotos von Bild und Rückseite, bei mehreren Blättern auch eine Gesamtaufnahme. Wir besichtigen kostenlos; im Altbau ohne Lift tragen wir gerahmte Werke einzeln über die Stiege. Handelt es sich um eine Reproduktion, sagen wir das offen. Für Originale nennen wir einen Preis, den Sie in Ruhe prüfen können; sagen Sie zu, erhalten Sie das Geld bar oder auf Ihr Konto.

Was in Rudolfsheim-Fünfhaus häufig auftaucht

  • Aquarelle und Zeichnungen in kleinen Formaten – Altmieterwohnungen in Fünfhaus, Sechshaus und Reindorf
  • Gerahmte Blätter aus Kellerabteilen – Koffer und Kisten aus mehreren Generationen in Gründerzeithäusern

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 15. Bezirk.

Künstler

161

Manufakturen & Marken

1

Epochen & Stile

26

Materialien, Techniken & Punzen

15

Fragen zu Klassische Moderne

Kaufen Sie auch Werke, die im Exil entstanden sind?

Ja. Arbeiten von Josef Floch, Gerhart Frankl, Marie-Louise von Motesiczky oder Georg Ehrlich, die nach 1938 in London, Paris oder New York entstanden, gehören zur österreichischen Moderne. Ausschlaggebend sind Qualität und Zustand, nicht der Entstehungsort.

Wie wichtig ist die Rückseite eines Gemäldes?

Sehr wichtig. Galerieetiketten, Ausstellungsnummern, Rahmenmacherstempel und Beschriftungen erzählen die Geschichte eines Werks und sind für die Provenienzprüfung unverzichtbar. Entfernen Sie nichts und fotografieren Sie alles.

Ist eine Lithografie von Kokoschka auch Klassische Moderne?

Ja, Druckgrafik gehört zum Werk, wird aber anders bewertet als Unikate. Bleistiftsignatur, Auflagenhöhe und Druckqualität bestimmen den Wert; Einzelheiten stehen auf der Seite zur Grafik.

Ich habe eine Zeichnung, die Schiele zugeschrieben wird – wie gehen Sie vor?

Zuerst werden Fotos von Vorder- und Rückseite, Signatur und Papier geprüft. Erscheint eine Zuschreibung möglich, wird das Blatt mit dem Werkverzeichnis des Kallir Research Institute verglichen, das für Schiele maßgeblich ist. Ohne dessen Bestätigung ist ein Verkauf im internationalen Markt kaum möglich.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.