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Klassische Moderne

Expressionistische Bildnisse aus Wien

Psychologische Bildnisse von Schiele, Kokoschka, Gerstl und Oppenheimer zwischen 1906 und 1920.

Um 1908 entstand in Wien das expressionistische Bildnis, das Nervosität, Körpersprache und Seelenzustand des Modells sichtbar macht. Richard Gerstl malte zwischen 1906 und 1908 Bildnisse und Selbstbildnisse von großer Freiheit, Oskar Kokoschka ab 1909 Bildnisse von Adolf Loos, Karl Kraus und Wiener Gelehrten, Egon Schiele Sammler, Freunde und Familienmitglieder. Max Oppenheimer, Anton Faistauer, Albert Paris Gütersloh und Felix Albrecht Harta entwickelten eigene Spielarten. Viele Modelle stammten aus dem Kreis der Förderer um Loos.

Ölbilder dieser Gruppe sind selten und meist in Museumsbesitz; im Handel tauchen vor allem Studien, Zeichnungen und spätere Bildnisse auf. Gerstls Werk wurde erst 1931 in der Neuen Galerie von Otto Kallir öffentlich gezeigt. Bekannte Modelle, frühe Datierung und Ausstellungsnachweise erhöhen den Wert. Bei Oppenheimer, dessen Stil Schiele zeitweise nahekam, kommen Verwechslungen vor. Studien zu bekannten Bildnissen werden mit den ausgeführten Fassungen verglichen.

Woran man es erkennt

  • Frühe Datierung
  • Bekannte Modelle
  • Studien zu Hauptwerken
  • Verwechslungen Oppenheimer und Schiele
  • Provenienz sorgfältig klären

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.