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Klassische Moderne im 6. Bezirk, 1060 Wien

Klassische Moderne in Mariahilf: Klimt, Flöge und die Wienzeile

Im Salon der Schwestern Flöge an der Mariahilfer Straße verkehrte Klimt regelmäßig; an der Linken Wienzeile lieferte Koloman Moser die Medaillons für Otto Wagner.

Straßenwohnungen an Mariahilfer Straße, Gumpendorfer Straße und Wienzeile haben hohe Räume, in denen neben Lustern und großen Spiegeln oft Gemälde der Jahrhundertwende hängen. In Gumpendorf und am Magdalenengrund wurden frühere Gewerbehöfe zu Ateliers umgebaut, die heute Grafiker, Fotografen und Architekten nutzen. Aus solchen Haushalten kommen Zeichnungen, Skizzenbücher und Arbeiten auf Papier, manchmal aus dem Nachlass früherer Atelierbewohner. Gemeindebauten gibt es im Bezirk kaum, der Bestand ist bürgerlich und gewerblich geprägt.

Den Modesalon in der Casa Piccola führte Emilie Flöge gemeinsam mit ihren Schwestern an der Mariahilfer Straße; Gustav Klimt, ihr Lebensgefährte, entwarf Reformkleider und war dort regelmäßig zu Gast. Zeichnungen, Fotografien und Stoffe aus diesem Umfeld sind gesucht und gut dokumentiert, Fälschungen ebenso verbreitet. Koloman Moser lieferte die goldenen Medaillons für Otto Wagners Haus Linke Wienzeile 38, das Majolikahaus daneben trägt Fliesen nach Entwürfen von Alois Ludwig. Mosers späte Landschaften und Bildnisse gehören zur Malerei der Moderne.

Rund um den Naschmarkt ist das Halten schwierig; gerahmte Bilder holen wir deshalb bevorzugt unter der Woche ab, wenn der Samstagsflohmarkt die Wienzeile nicht füllt. Senden Sie vorab Fotos samt Rückseite, bei Skizzenbüchern genügen einige Doppelseiten. Die Besichtigung ist kostenlos. Bei Blättern, die Klimt oder seinem Kreis zugeschrieben werden, vergleichen wir mit dem Werkverzeichnis der Zeichnungen von Alice Strobl, bevor wir ein Angebot nennen.

Was in Mariahilf häufig auftaucht

  • Zeichnungen und Fotografien aus dem Umkreis Klimts und der Schwestern Flöge – Modesalon an der Mariahilfer Straße
  • Arbeiten auf Papier und Skizzenbücher – Ateliers in umgebauten Gewerbehöfen in Gumpendorf
  • Gemälde der Jahrhundertwende in großen Rahmen – hohe Straßenwohnungen an Wienzeile und Mariahilfer Straße

Mit Bezug zu Mariahilf

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 6. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 6. Bezirk.

Künstler

161

Manufakturen & Marken

1

Epochen & Stile

26

Materialien, Techniken & Punzen

15

Fragen zu Klassische Moderne

Ich habe eine Zeichnung, die Schiele zugeschrieben wird – wie gehen Sie vor?

Zuerst werden Fotos von Vorder- und Rückseite, Signatur und Papier geprüft. Erscheint eine Zuschreibung möglich, wird das Blatt mit dem Werkverzeichnis des Kallir Research Institute verglichen, das für Schiele maßgeblich ist. Ohne dessen Bestätigung ist ein Verkauf im internationalen Markt kaum möglich.

Was ist ein Nachlassstempel?

Nach dem Tod mancher Künstler kennzeichneten Erben oder Nachlassverwalter Arbeiten aus dem Atelier mit einem Stempel. Er belegt die Herkunft aus dem Nachlass, ersetzt aber keine Prüfung der Zuschreibung.

Mein Bild stammt von einem Hagenbund-Maler, den kaum jemand kennt – lohnt sich eine Anfrage?

Ja. Viele Hagenbund-Mitglieder wurden erst in den letzten Jahrzehnten wiederentdeckt, gute Arbeiten finden heute Sammler und Museen. Fotos genügen für eine erste Einschätzung.

Die Zeichnung hat Stockflecken und ist vergilbt – ist sie noch etwas wert?

Bei gesuchten Künstlern ja. Papierrestauratoren können Flecken mindern und säurehaltige Montagen entfernen. Lassen Sie das Blatt bis zur Besichtigung im Rahmen und nehmen Sie es nicht aus dem Passepartout.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.