Der Begriff fasst Literatur, Musik, Architektur, Philosophie und bildende Kunst in Wien zwischen etwa 1890 und dem Ende der Monarchie 1918 zusammen. Im Café Griensteidl trafen sich die Autoren des Jungen Wien um Hermann Bahr, Arthur Schnitzler und Hugo von Hofmannsthal. Sigmund Freud veröffentlichte 1899 die „Traumdeutung“, Arnold Schönberg löste die Tonalität auf. Die Secession, die Wiener Werkstätte und Adolf Loos stritten über Ornament und Gebrauch.
Die bildende Kunst reicht vom Goldstil Klimts bis zum Expressionismus Schieles, Kokoschkas und Gerstls. Architektur pendelt zwischen Wagners Großstadtmoderne, Hoffmanns Gesamtkunstwerken und der ornamentlosen Fassade von Loos. Kunsthandwerk umfasst Silber, Glas, Möbel, Keramik und Grafik der Werkstätten, Buchkunst, Exlibris und Plakat. Typisch ist die Verbindung von Ornament, Psychologie und Großstadterfahrung. Porträts zeigen das jüdische und liberale Großbürgertum als Auftraggeber. Karl Kraus' Zeitschrift „Die Fackel“ ab 1899 und die Schriften von Loos begleiteten die Debatten.
Das Looshaus am Michaelerplatz von 1910/11, das Café Museum von 1899, das Sigmund Freud Museum in der Berggasse 19 und Klimts letztes Atelier in der Feldmühlgasse sind Orte dieser Epoche. Loos baute in Hietzing die Häuser Steiner und Scheu. Das Leopold Museum und das Belvedere besitzen Hauptwerke. Im Handel gehören Gemälde, Zeichnungen, Grafik, Möbel und Kunsthandwerk dieser Jahre zu den gefragtesten Wiener Gebieten; Provenienz aus Sammlungen, die nach 1938 entzogen wurden, prüfen wir gründlich.
Die Nachfrage hat Fälschungen von Schiele- und Klimt-Zeichnungen sowie Möbeln nach Loos und Hoffmann hervorgebracht. Zeichnungen werden über Papier, Strich, Signaturform und Werkverzeichnisse geprüft, etwa Kallir für Schiele. Möbel aus der Zeit zeigen Ausführungswerkstatt, Holzqualität und Konstruktion; Neuauflagen von Wittmann oder Thonet tragen moderne Marken. Briefe und Autographen der Protagonisten sind eigene Sammelgebiete.
Woran man es erkennt
- Goldstil und Ornamentfläche bei Klimt
- expressive Linie bei Schiele und Kokoschka
- ornamentlose Fassaden von Loos
- Großstadtarchitektur Wagners
- Gesamtkunstwerk der Werkstätten
- Porträts des Großbürgertums
- Exlibris, Buchkunst und Plakat
- Verbindung von Kunst und Psychologie
Wiener Moderne verkaufen: in allen 23 Bezirken
Gold markiert sind Bezirke mit belegtem Bezug.
Innere Stadt
Looshaus am Michaelerplatz (1910/11) und Café Museum (1899) von Adolf Loos.
Alsergrund
Sigmund Freud Museum in der Berggasse 19.
Hietzing
Klimt-Villa in der Feldmühlgasse; Häuser Steiner und Scheu von Adolf Loos.
Neubau
Leopold Museum mit der größten Schiele-Sammlung.
Landstraße
Belvedere mit Hauptwerken von Klimt, Schiele und Kokoschka.
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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