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Klassische Moderne im 18. Bezirk, 1180 Wien

Klassische Moderne im Währinger Cottage verkaufen

Cottagevillen, Haus Moller von Loos, Schnitzlers Sternwartestraße: In Währing hängen Bilder der Moderne in Gelehrten- und Sammlerhaushalten.

Das Cottageviertel entstand ab 1872 auf Anregung Heinrich von Ferstels nach englischem Vorbild; seine Villen des Späthistorismus, des Jugendstils und der Zwischenkriegszeit besitzen Souterrain, Dachboden und Gartenhaus. Familien bewohnen sie oft über Jahrzehnte, Bestände sammeln sich an. Dazu kommen große Altbauwohnungen um Gentzgasse und Kutschkermarkt. Typisch sind Gemälde, Aquarelle und Druckgrafik aus Sammlerhaushalten, Bildnisse von Wissenschaftlern und Schriftstellern sowie Zeichnungen, die in Bibliotheken zwischen Büchern und Korrespondenz liegen.

In der Starkfriedgasse steht das Haus Moller, 1927/28 von Adolf Loos nach dem Raumplan entworfen; Arthur Schnitzler wohnte in der Sternwartestraße. Viele Cottage-Familien waren jüdischer Herkunft und wurden nach 1938 vertrieben, Villen und Sammlungen wurden enteignet, und nach 1945 liefen für viele Häuser samt Inventar Rückstellungsverfahren. Für den Ankauf heißt das: Bilder mit Besitzwechsel in den Jahren 1938 bis 1945 prüfen wir anhand von Rückstellungsakten, Datenbanken wie Lost Art und Familienunterlagen.

Bei Cottagevillen reicht die Besichtigung oft vom Souterrain bis zum Dachboden; Fotos aus allen Etagen helfen, den Termin realistisch zu planen. Wir kommen kostenlos, auch ein zweites Mal, wenn die Erben das wünschen. Ist die Einantwortung noch offen, stimmen wir den Ablauf mit dem Gerichtskommissär ab. Das Angebot gilt für einzelne Werke oder die ganze Sammlung, bezahlt wird bar oder per Überweisung.

Was in Währing häufig auftaucht

  • Gemälde und Druckgrafik aus Sammlerhaushalten im Cottage – Herkunftsnachweise werden geprüft
  • Bildnisse von Gelehrten und Schriftstellern – Universitäts- und Akademikerhaushalte im Bezirk
  • Aquarelle und Zeichnungen in Villen mit Souterrain und Dachboden – gewachsene Bestände über Jahrzehnte

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 18. Bezirk.

Künstler

161

Manufakturen & Marken

1

Epochen & Stile

26

Materialien, Techniken & Punzen

15

Fragen zu Klassische Moderne

Die Zeichnung hat Stockflecken und ist vergilbt – ist sie noch etwas wert?

Bei gesuchten Künstlern ja. Papierrestauratoren können Flecken mindern und säurehaltige Montagen entfernen. Lassen Sie das Blatt bis zur Besichtigung im Rahmen und nehmen Sie es nicht aus dem Passepartout.

Kaufen Sie auch Werke, die im Exil entstanden sind?

Ja. Arbeiten von Josef Floch, Gerhart Frankl, Marie-Louise von Motesiczky oder Georg Ehrlich, die nach 1938 in London, Paris oder New York entstanden, gehören zur österreichischen Moderne. Ausschlaggebend sind Qualität und Zustand, nicht der Entstehungsort.

Wie wichtig ist die Rückseite eines Gemäldes?

Sehr wichtig. Galerieetiketten, Ausstellungsnummern, Rahmenmacherstempel und Beschriftungen erzählen die Geschichte eines Werks und sind für die Provenienzprüfung unverzichtbar. Entfernen Sie nichts und fotografieren Sie alles.

Ist eine Lithografie von Kokoschka auch Klassische Moderne?

Ja, Druckgrafik gehört zum Werk, wird aber anders bewertet als Unikate. Bleistiftsignatur, Auflagenhöhe und Druckqualität bestimmen den Wert; Einzelheiten stehen auf der Seite zur Grafik.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.