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Antiquitäten Wien

Teppiche im 3. Bezirk, 1030 Wien

Orientteppiche aus der Landstraße: Botschaftsviertel und Belvedere

Diplomaten und Mitarbeiter internationaler Organisationen bringen Teppiche aus Auslandsposten mit; Platz bieten ihnen die weitläufigen Altbauwohnungen von Rennweg und Fasanviertel.

Rund um den Rennweg liegen Botschaften, Residenzen und großbürgerliche Wohnungen, im Fasanviertel Altbau mit Salons, kleinere Kabinettwohnungen dagegen im Rochusviertel und in Erdberg. Wer im diplomatischen Dienst oder bei einer internationalen Organisation arbeitet, löst seinen Haushalt nach einigen Jahren wieder auf; dabei kommen Teppiche aus Teheran, Kabul, Istanbul oder Baku auf den Wiener Markt, oft mit Kaufbeleg. Daneben bewahren alteingesessene Familien Salonteppiche und Brücken, die seit den 1920er-Jahren in derselben Wohnung liegen.

Im Belvedere hängen Bilder des Orientmalers Leopold Carl Müller sowie Hauptwerke Hans Makarts, dessen Ateliers mit Teppichen, Waffen und Stoffen das Wiener Bürgertum zur Nachahmung anregten. Wie der Historismus den Orient zitierte, zeigt das Heeresgeschichtliche Museum im Arsenal, dem Theophil Hansen und Ludwig Förster orientalisierende Formen gaben. Belvedere 21, ursprünglich Karl Schwanzers Pavillon von 1958, erinnert an die Wiederaufbaujahre, als Knüpfteppiche wieder in großer Zahl nach Wien kamen.

Bringen Sie Kaufbelege, Ausfuhrpapiere oder Zollunterlagen zur Besichtigung mit; bei Seidenteppichen und antiken Stücken erleichtern sie die Einordnung. Übergibt eine Botschaftswohnung zu einem festen Termin, planen wir Besichtigung und Abholung danach. Wer einen Teppich vorher waschen, restaurieren oder bewerten lassen will, kann ihn zu Orientteppich Koppensteiner bringen, Währinger Straße 67 im 9. Bezirk (1090 Wien); die Adresse geben wir Ihnen bei der Besichtigung mit.

Was in Landstraße häufig auftaucht

  • Teppiche aus Auslandsposten mit Kaufbeleg – Haushalte von Diplomaten und Angehörigen internationaler Organisationen
  • Seidenteppiche aus Ghom und Kaschan – Ausstattung großer Wohnungen im Botschaftsviertel am Rennweg
  • Salonteppiche und Brücken der Zwischenkriegszeit – alteingesessene Haushalte im Fasanviertel

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 3. Bezirk.

Künstler

4

Manufakturen & Marken

7

Teppiche nach Herkunft

155

Epochen & Stile

10

Materialien, Techniken & Punzen

2

Fragen zu Teppiche

Woran erkenne ich, ob mein Teppich handgeknüpft ist?

Drehen Sie eine Ecke um. Bei einem handgeknüpften Teppich ist das Muster auf der Rückseite gut sichtbar und leicht unregelmäßig, die Fransen sind Teil der Kette. Eine glatte Rückseite mit Latex oder Stoff und angenähte Fransen sprechen für Maschinenware.

Kaufen Sie auch beschädigte Teppiche?

Ja, wenn die Substanz es rechtfertigt. Bei antiken und gesuchten Stücken lohnt eine Reparatur durch einen Fachbetrieb wie Koppensteiner; bei einfachen, stark abgetretenen Teppichen ist das oft nicht der Fall.

Was ist der Unterschied zwischen einer Brücke und einem Läufer?

Brücke nennt man im Handel einen Teppich von etwa 1,2 bis 1,5 Metern Breite und rund 1,8 bis 2,3 Metern Länge. Ein Läufer ist schmal und lang, meist 0,6 bis 1 Meter breit und zwei bis sechs Meter lang.

Ist mein Seidenteppich wirklich aus Seide?

Das prüfen wir bei der Besichtigung. Viele Seidenteppiche bestehen aus Viskose oder merzerisierter Baumwolle. Echte Seide hat eine sehr feine Knüpfung, einen eigenen Glanz und dünne, feste Kettfäden.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.