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Teppiche im 5. Bezirk, 1050 Wien

Teppiche aus Margareten: Brücken, Läufer und Bettumrandungen

Kleine Gründerzeitwohnungen und Gemeindebauten am Margaretengürtel prägen den Bezirk. Hier liegen Brücken, Läufer und Bettumrandungen, kaum je Saalformate.

Zimmer-Küche mit Gangtoilette war in vielen Margaretner Zinshäusern die Regel, später wurden Wohnungen zusammengelegt; dazu kommen viele Gemeindewohnungen aus zwei Bauphasen, den 1920er- und den 1950er-Jahren. Entsprechend klein sind die Formate: Brücken vor dem Bett, ein Läufer im schmalen Vorzimmer, die Bettumrandung im Dreiersatz, dazu Teppiche aus böhmischer und österreichischer Maschinenfertigung, die mit den SW-Möbeln der Aktion Soziale Wohnkultur in die Wohnungen kamen. Mieter mit jahrzehntelanger Wohndauer haben oft beide Schichten aufbewahrt.

Im 19. Jahrhundert arbeiteten Gerber und Färber am Wienfluss, in den Hinterhöfen zahlreiche Werkstätten; mit dem Bau der Zinshäuser verschwand das Gewerbe weitgehend. Nach 1919 entstanden auf den letzten freien Flächen am Gürtel Reumannhof, Metzleinstaler Hof und Matteottihof, später der Franz-Domes-Hof von Peter Behrens. In die Wohnungen dieser Höfe kamen neben Fleckerlteppichen zunehmend Teppiche aus Fabrikproduktion. Am Naschmarkt-Flohmarkt an der Bezirksgrenze werden solche Stücke jeden Samstag angeboten.

Maschinengewebte Teppiche haben eine gleichmäßige Rückseite und angenähte Fransen; Fotos der Rückseite zeigen uns, ob sich eine Besichtigung lohnt. Kellerabteile im Reumannhof oder Metzleinstaler Hof öffnen wir gemeinsam mit Ihnen. Ist ein handgeknüpftes Stück verschmutzt oder an den Kanten aufgegangen, kann es bei Orientteppich Koppensteiner gewaschen, an den Kanten restauriert und bewertet werden – ihre Werkstatt: Währinger Straße 67, 1090 Wien, im Alsergrund.

Was in Margareten häufig auftaucht

  • Brücken, Läufer und Bettumrandungen – kleine Wohnungen in Gründerzeithäusern und Gemeindebauten
  • Maschinengewebte Teppiche der Nachkriegszeit – Erstausstattung zusammen mit SW-Möbeln
  • Handgeknüpfte Kleinformate – Erbstücke in Familien mit langer Wohndauer

Mit Bezug zu Margareten

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 5. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 5. Bezirk.

Künstler

4

Manufakturen & Marken

7

Teppiche nach Herkunft

155

Epochen & Stile

10

Materialien, Techniken & Punzen

2

Fragen zu Teppiche

Woran erkenne ich, ob mein Teppich handgeknüpft ist?

Drehen Sie eine Ecke um. Bei einem handgeknüpften Teppich ist das Muster auf der Rückseite gut sichtbar und leicht unregelmäßig, die Fransen sind Teil der Kette. Eine glatte Rückseite mit Latex oder Stoff und angenähte Fransen sprechen für Maschinenware.

Kaufen Sie auch beschädigte Teppiche?

Ja, wenn die Substanz es rechtfertigt. Bei antiken und gesuchten Stücken lohnt eine Reparatur durch einen Fachbetrieb wie Koppensteiner; bei einfachen, stark abgetretenen Teppichen ist das oft nicht der Fall.

Was ist der Unterschied zwischen einer Brücke und einem Läufer?

Brücke nennt man im Handel einen Teppich von etwa 1,2 bis 1,5 Metern Breite und rund 1,8 bis 2,3 Metern Länge. Ein Läufer ist schmal und lang, meist 0,6 bis 1 Meter breit und zwei bis sechs Meter lang.

Ist mein Seidenteppich wirklich aus Seide?

Das prüfen wir bei der Besichtigung. Viele Seidenteppiche bestehen aus Viskose oder merzerisierter Baumwolle. Echte Seide hat eine sehr feine Knüpfung, einen eigenen Glanz und dünne, feste Kettfäden.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.