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Teppiche im 20. Bezirk, 1200 Wien

Teppiche aus der Brigittenau: Winarskyhof und Altbau

Am Winarskyhof bauten Josef Hoffmann und Josef Frank. In Brigittenauer Altmieter- und Gemeindewohnungen liegen Brücken, Läufer und Bettumrandungen aus vielen Jahrzehnten.

Gründerzeithäuser um Wallensteinplatz und Hannovermarkt mit Zimmer-Küche-Wohnungen, Gemeindebauten auf den großen Flächen der Zwischenkriegszeit, Neubauten am Donauufer: Der Bezirk wohnt überwiegend klein. Teppiche sind entsprechend Brücken vor dem Bett, Läufer im Vorzimmer, Bettumrandungen im Dreiersatz. In Altmieterwohnungen, die noch Kachelöfen und Kredenzen der Erstausstattung haben, liegen manchmal handgeknüpfte Kleinformate aus der Zwischenkriegszeit. Kellerabteile der Gemeindebauten bewahren gerollte Stücke, die nach dem Umstieg auf Spannteppich übrig blieben.

Am Winarskyhof an der Stromstraße (1924–1926) arbeiteten unter anderen Josef Hoffmann und Josef Frank, die beide auch Teppiche entwarfen – Hoffmann für die Wiener Werkstätte, Frank für Haus & Garten. Der Friedrich-Engels-Platz-Hof Rudolf Percos und der Otto-Haas-Hof gehören zu den großen Wohnhausanlagen des Roten Wien. Wer am Handelskai im Hafen, im Lager oder bei der Bahn arbeitete, richtete seine Wohnung einfach ein.

Kellerabteile in Gemeindebauten öffnen wir mit Ihnen und prüfen die Rollen an Ort und Stelle auf Mottenfraß und Feuchtigkeit. Fotos der Rückseite helfen bei der Unterscheidung von Handknüpfung und Maschinenware. Was Sammlerwert hat, lässt sich bei Orientteppich Koppensteiner bewerten, waschen und restaurieren; der Betrieb ist in der Währinger Straße 67 ansässig, 1090 Wien, auf der anderen Seite des Donaukanals.

Was in Brigittenau häufig auftaucht

  • Brücken, Läufer und Bettumrandungen – Altmieter- und Gemeindewohnungen
  • Handgeknüpfte Kleinformate der Zwischenkriegszeit – Altmieterwohnungen mit Erstausstattung
  • Gerollte Teppiche aus Kellerabteilen – Gemeindebauten wie Winarskyhof und Friedrich-Engels-Platz-Hof

Mit Bezug zu Brigittenau

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 20. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 20. Bezirk.

Künstler

4

Manufakturen & Marken

7

Teppiche nach Herkunft

155

Epochen & Stile

10

Materialien, Techniken & Punzen

2

Fragen zu Teppiche

Was ist der Unterschied zwischen einer Brücke und einem Läufer?

Brücke nennt man im Handel einen Teppich von etwa 1,2 bis 1,5 Metern Breite und rund 1,8 bis 2,3 Metern Länge. Ein Läufer ist schmal und lang, meist 0,6 bis 1 Meter breit und zwei bis sechs Meter lang.

Ist mein Seidenteppich wirklich aus Seide?

Das prüfen wir bei der Besichtigung. Viele Seidenteppiche bestehen aus Viskose oder merzerisierter Baumwolle. Echte Seide hat eine sehr feine Knüpfung, einen eigenen Glanz und dünne, feste Kettfäden.

Nehmen Sie auch sehr große Teppiche?

Ja. Saalformate über drei mal vier Meter besichtigen wir vor Ort und übernehmen nach dem Ankauf den Abtransport. Der Markt für sehr große Formate ist kleiner, was sich in der Bewertung niederschlägt.

Wie alt muss ein Teppich sein, um als antik zu gelten?

Im Handel gelten Teppiche ab etwa 80 bis 100 Jahren als antik, Stücke zwischen etwa 50 und 80 Jahren als semi-antik. Das Alter allein bestimmt den Wert aber nicht; Herkunft, Qualität und Zustand wiegen ebenso schwer.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.