Teppiche im 2. Bezirk, 1020 Wien
Teppiche verkaufen in der Leopoldstadt: Brücken, Läufer, Kelims
Taborstraße und Karmeliterviertel waren vor 1938 Standorte jüdischer Möbel- und Textilhändler, der Prater 1873 Ort der Weltausstellung. Beides prägt die Teppiche des Bezirks.
In Zinshäusern an Taborstraße und Praterstraße, oft seit Jahrzehnten von denselben Mietern bewohnt, liegen Teppiche in der klassischen Wiener Abfolge: ein großer Perser im Wohnzimmer, Brücken im Schlafzimmer, ein Läufer im Vorzimmer, dazu eine Bettumrandung im Dreiersatz. Kellerabteile und Dachböden bergen eingerollte Stücke, die nach dem Kauf eines Spannteppichs in den 1960er-Jahren ausgedient hatten. Ganz anders die Neubauquartiere im Viertel Zwei und am Nordbahnhof, wo die Teppiche meist aus den letzten Jahrzehnten stammen: Gabbeh, Kelims, Designerteppiche.
Die Weltausstellung 1873 im Prater zeigte Waren aus dem Osmanischen Reich, Persien und Ägypten und förderte die Mode orientalischer Raumausstattungen im Historismus. Rund um Taborstraße und Karmelitermarkt führten vor 1938 jüdische Händler zahlreiche Möbel- und Textilgeschäfte; mit ihrer Enteignung verschwanden auch Lagerbestände und Privateinrichtungen. Heute finden in der Messe Wien im Prater Sammler- und Fachmessen statt, und rund um Karmelitermarkt und Augarten wächst die jüdische Gemeinde wieder.
Stammt ein Teppich aus einem Haushalt, der vor 1938 in jüdischem Besitz war, geht die Klärung seiner Herkunft jedem Angebot voraus. Aus Kellerabteilen geholte Rollen bitte nicht ausklopfen: Mottenfraß und Stockflecken zeigen sich erst beim Aufrollen, und wir möchten sie sehen. Soll ein Stück vor dem Verkauf gewaschen, restauriert oder fachlich bewertet werden, empfehlen wir Orientteppich Koppensteiner, dessen Werkstatt sich in 1090 Wien befindet, Währinger Straße 67.
Was in Leopoldstadt häufig auftaucht
- Perser, Brücken und Bettumrandungen – vollständige Ausstattungen in Altmieterwohnungen an Taborstraße und Praterstraße
- Eingerollte Teppiche aus Kellerabteilen – nach der Mode des Spannteppichs eingelagert
- Gabbeh, Kelims und Teppiche nach 1970 – Neubauwohnungen am Nordbahnhof und im Viertel Zwei
Mit Bezug zu Leopoldstadt
Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 2. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.
Objektgruppen
- Salonteppiche und Saalformate
- Brücken (Format & Bewertung)
- Läufer für Vorzimmer und Stiege
- Galerien (Langformate)
- Kleinformate und Pushti
- Bettumrandungen
- Seidenteppiche (Format & Pflege)
- Flachgewebe im Überblick
- Wandteppiche und Wandbehänge
- Satteltaschen und Taschenfronten
- Salztaschen, Zeltbänder und Pferdedecken
- Teppichkissen und Polsterbezüge
- Rund- und Sonderformate
- Teppichfragmente und Sammlerstücke
- Figurale Knüpfteppiche
- Datierte und signierte Teppiche
- Teppiche österreichischer Manufakturen
- Künstler- und Designerteppiche
- Maschinengewebte Teppiche der Gründerzeit
- Moderne Knüpfteppiche nach 1970
- Altar- und Kirchenteppiche
- Reparaturbedürftige Teppiche
Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien
Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 2. Bezirk.
Künstler
4
- Josef Hoffmann1870–1956
- Koloman Moser1868–1918
- Josef Frank1885–1967
- Ugo Zovetti1879–1974
Manufakturen & Marken
7
- Joh. Backhausen & Söhneseit 1849
- Philipp Haas & Söhneab 1810 bis ins 20. Jahrhundert
- Ginzkeyab 1843 bis 1945
- Wiener Werkstätte1903–1932
- Wiener Gobelin-Manufaktur20. Jahrhundert
- Haus & Gartenseit 1925
- Svenskt Tennseit 1924
Teppiche nach Herkunft
155
- Abadeh
- Abrasch
- Afghan
- Afghanische Kriegsteppiche
- Afschan
- Afshar
- Agra
- Ahar
- Akstafa
- Amritsar
- Anatolischer Kelim
- Antik, semi-antik, neu
- Arabatschi
- Arak
- Ardebil
- Art-déco-Teppiche
- Aubusson-Teppiche
- Azilal
- Bachtiar
- Backhausen-Teppiche
- Baotou
- Belutsch (Afghanistan)
- Belutsch (Persien)
- Beni Ourain
- Berberteppiche
- Bergama
- Beschir
- Bessarabien
- Bidjar
- Birdjand
- Borchalou
- Boteh
- Boucherouite
- Brücke (Teppichformat)
- Buchara
- Chila
- China Art Déco
- Chodor
- Chondzoresk
- Dagestan
- Derbent
- Döşemealtı
- Dschidschim
- Engsi
- Ersari
- Fachralo
- Ferahan
- Gabbeh
- Gartenmuster
- Gebetsteppich
- Gendje
- Ghom
- Ginzkey-Teppiche
- Gördes
- Gorovan
- Gul
- Haas-Teppiche
- Hamadan
- Herati
- Hereke
- Heriz
- Holbein- und Lotto-Muster
- Hosseinabad
- Ikat
- Indo-Gabbeh
- Indo-Täbris und Indo-Nain
- Isfahan
- Jagdmuster
- Joshagan
- Jugendstil-Teppiche aus Wien
- Kairouan
- Karabagh
- Karadja
- Karatschoph
- Kars
- Kasak
- Kaschan
- Kaschkai
- Kaukasus-Kelim
- Kayseri
- Kelim
- Kerman
- Khotan
- Knotenarten
- Knotendichte
- Konya
- Korkwolle
- Kuba (Kaukasus)
- Kula
- Kurdische Teppiche
- Ladik
- Lahore
- Läufer und Galerie
- Lebensbaummuster
- Lesghi
- Lilian-Teppiche
- Lori-Pambak
- Luri
- Mahal
- Malayer
- Mamluken-Teppiche
- Maschinen- und Tuftteppiche
- Medaillonmuster
- Mehraban
- Mesched
- Mihrab
- Milas
- Mina-Khani
- Moud
- Mudjur
- Mughal-Teppiche
- Nain
- Nepal-Teppiche
- Ningxia
- Pakistan Bukhara
- Peking-Teppiche
- Pendeh
- Pflanzenfarben und synthetische Farben
- Salor
- Samarkand
- Saruk
- Saryk
- Savonnerie-Teppiche
- Schirwan
- Seichur
- Seidenteppich
- Senneh
- Seraband
- Shiraz
- Sileh
- Skandinavische Rya
- Smyrna
- Sumakh
- Sumakh-Technik
- Suzani
- Täbris
- Talisch
- Tapisserien
- Taşpınar
- Tekke
- Tibet-Teppiche
- Turkmenische Taschen
- Ushak
- Vasenmuster
- Veramin
- Verneh
- Viss
- Wiener-Werkstätte-Teppiche
- Yahyali
- Yazd
- Yomut
- Yürük
- Zandjan
- Ziegler-Mahal
- Zili
Epochen & Stile
10
- Historismusum 1840–1914
- Ringstraßenstilum 1860–1890
- Makartstilum 1870–1890
- Orientalismusum 1830–1914
- Jugendstilum 1895–1914
- Stil der Wiener Werkstätte1903–1932
- Art découm 1920–1940
- Bauhaus1919–1933
- Skandinavisches Designum 1930–1975
- Nachkriegsmoderneum 1945–1970
Materialien, Techniken & Punzen
2
Fragen zu Teppiche
Was ist der Unterschied zwischen einer Brücke und einem Läufer?
Brücke nennt man im Handel einen Teppich von etwa 1,2 bis 1,5 Metern Breite und rund 1,8 bis 2,3 Metern Länge. Ein Läufer ist schmal und lang, meist 0,6 bis 1 Meter breit und zwei bis sechs Meter lang.
Ist mein Seidenteppich wirklich aus Seide?
Das prüfen wir bei der Besichtigung. Viele Seidenteppiche bestehen aus Viskose oder merzerisierter Baumwolle. Echte Seide hat eine sehr feine Knüpfung, einen eigenen Glanz und dünne, feste Kettfäden.
Nehmen Sie auch sehr große Teppiche?
Ja. Saalformate über drei mal vier Meter besichtigen wir vor Ort und übernehmen nach dem Ankauf den Abtransport. Der Markt für sehr große Formate ist kleiner, was sich in der Bewertung niederschlägt.
Wie alt muss ein Teppich sein, um als antik zu gelten?
Im Handel gelten Teppiche ab etwa 80 bis 100 Jahren als antik, Stücke zwischen etwa 50 und 80 Jahren als semi-antik. Das Alter allein bestimmt den Wert aber nicht; Herkunft, Qualität und Zustand wiegen ebenso schwer.
Teppiche in den Nachbarbezirken
Weitere Sparten in Leopoldstadt
- Alte Meister
- Gemälde des 19. Jahrhunderts
- Klassische Moderne
- Zeitgenössische Kunst
- Gemälde & Ölbilder
- Grafik, Zeichnungen & Aquarelle
- Fotografie
- Skulpturen & Plastiken
- Wiener Bronzen
- Jugendstil & Wiener Werkstätte
- Design des 20. Jahrhunderts
- Antike Möbel
- Glas & Kristall
- Porzellan
- Keramik, Majolika & Fayence
- Silber & Tafelsilber
- Gold & Altgold
- Schmuck & Juwelen
- Armbanduhren
- Taschenuhren
- Pendel-, Stand- & Tischuhren
- Textilien, Stickerei & Spitze
- Lampen, Luster & Leuchter
- Bücher & Antiquariat
- Autographen, Handschriften & Dokumente
- Ansichtskarten & Ephemera
- Münzen & Medaillen
- Banknoten & Papiergeld
- Briefmarken
- Militaria, Orden & Uniformen
- Historische Blankwaffen & Rüstungen
- Spielzeug, Puppen & Modellbahnen
- Asiatika
- Ikonen & sakrale Kunst
- Volkskunst & Krippen
- Tribal Art & außereuropäische Kunst
- Wissenschaftliche Instrumente & Globen
- Musikinstrumente
- Grammophone, Radios, Kameras & Technik
- Zinn, Kupfer, Messing & Eisenkunst
- Dosen, Miniaturen & Objets de vertu
- Schreibgeräte, Feuerzeuge & Raucherbedarf
- Vintage-Mode, Handtaschen & Accessoires
- Klassische Fahrzeuge
- Altwaren & Hausrat mit Sammlerwert
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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