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Antiquitäten Wien

Teppiche im 16. Bezirk, 1160 Wien

Teppiche aus Ottakring: Kelims vom Brunnenmarkt bis zum Perser

Am Brunnenmarkt wohnen seit den 1960er-Jahren Familien aus Anatolien und dem Balkan, am Wilhelminenberg Villenbesitzer. Ottakringer Teppiche reichen vom Kelim bis zum Perser.

Kleine Gründerzeitwohnungen prägen die Gassen zwischen Thaliastraße und Brunnenmarkt, Gemeindebauten wie Sandleiten den Hang, oben am Wilhelminenberg und im Liebhartstal Einfamilienhäuser, Winzer- und Landhäuser mit Kellern. Seit den 1960er-Jahren prägt Zuwanderung den Markt; mit den Familien kamen mitunter Kelims, Flachgewebe und Taschen aus Anatolien und vom Balkan in die Wohnungen. In älteren Haushalten liegen dagegen Brücken, Läufer und Bettumrandungen aus der Nachkriegszeit, in den Häusern am Wilhelminenberg Perser in größeren Formaten.

Der Brunnenmarkt wuchs durch Zuwanderung zum längsten Straßenmarkt Wiens, und am Yppenplatz findet seit 1999 das Kunstfestival SOHO in Ottakring statt. Der Sandleitenhof, 1924–1928 von mehreren Architektenteams errichtet, war mit Theater, Kino und Geschäften eine kleine Stadt; ihre Wohnungen waren klein, Brücken und Läufer die üblichen Formate. Hoch über dem Bezirk ließ sich Erzherzog Rainer 1903–1908 Schloss Wilhelminenberg errichten. Seit den 2000er-Jahren werden alte Gewerbehöfe zu Ateliers und Wohnungen.

Kelims und Sumakhs werden anders bewertet als Knüpfteppiche: Alter, Pflanzenfarben und Webqualität zählen; fotografieren Sie beide Seiten. Liegen Teppiche im Weinkeller eines Hauses im Liebhartstal, prüfen wir sie auf Stockflecken. Orientteppich Koppensteiner, Fachbetrieb für Bewertung, Wäsche und Restaurierung, empfängt Kunden an der Adresse Währinger Straße 67 in 1090 Wien; wir nennen Ihnen bei Bedarf den Ansprechpartner.

Was in Ottakring häufig auftaucht

  • Kelims, Flachgewebe und Taschen aus Anatolien und vom Balkan – Familien im Umfeld des Brunnenmarkts
  • Brücken, Läufer und Bettumrandungen der Nachkriegszeit – Gemeindebauwohnungen in Sandleiten
  • Perser in Großformaten – Einfamilienhäuser und Landhäuser am Wilhelminenberg

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 16. Bezirk.

Künstler

4

Manufakturen & Marken

7

Teppiche nach Herkunft

155

Epochen & Stile

10

Materialien, Techniken & Punzen

2

Fragen zu Teppiche

Was ist der Unterschied zwischen einer Brücke und einem Läufer?

Brücke nennt man im Handel einen Teppich von etwa 1,2 bis 1,5 Metern Breite und rund 1,8 bis 2,3 Metern Länge. Ein Läufer ist schmal und lang, meist 0,6 bis 1 Meter breit und zwei bis sechs Meter lang.

Ist mein Seidenteppich wirklich aus Seide?

Das prüfen wir bei der Besichtigung. Viele Seidenteppiche bestehen aus Viskose oder merzerisierter Baumwolle. Echte Seide hat eine sehr feine Knüpfung, einen eigenen Glanz und dünne, feste Kettfäden.

Nehmen Sie auch sehr große Teppiche?

Ja. Saalformate über drei mal vier Meter besichtigen wir vor Ort und übernehmen nach dem Ankauf den Abtransport. Der Markt für sehr große Formate ist kleiner, was sich in der Bewertung niederschlägt.

Wie alt muss ein Teppich sein, um als antik zu gelten?

Im Handel gelten Teppiche ab etwa 80 bis 100 Jahren als antik, Stücke zwischen etwa 50 und 80 Jahren als semi-antik. Das Alter allein bestimmt den Wert aber nicht; Herkunft, Qualität und Zustand wiegen ebenso schwer.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.