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Antiquitäten Wien

Teppiche im 21. Bezirk, 1210 Wien

Teppiche aus Floridsdorf: Winzerhaus, Gemeindebau, Kleingarten

Von der Stammersdorfer Kellergasse bis zum Karl-Seitz-Hof: Floridsdorfer Haushalte bewahren bäuerliche Webarbeiten, Perserbrücken und Teppiche der Nachkriegszeit.

In Stammersdorf und Strebersdorf stehen alte Winzerhäuser mit Presshaus und gewölbtem Keller, in Großjedlersdorf und Leopoldau Bauernhäuser, rund um Am Spitz Gründerzeithäuser, dazu Gemeindebauten aller Epochen und Kleingärten an der Alten Donau. Viele bäuerliche Haushalte im Marchfeld webten früher Fleckerlteppiche und Läufer selbst; in Gemeindewohnungen der Lokomotivfabrik- und Lohner-Familien kamen ab den 1950er-Jahren Perserbrücken und Bettumrandungen hinzu. Kleingartenhäuser, die heute ganzjährig bewohnt werden, enthalten oft Teppiche aus aufgelösten Stadtwohnungen.

Drei Wohnanlagen markieren drei Phasen: der Schlingerhof (1925/26), geplant von Glaser und Scheffel, Hubert Gessners Karl-Seitz-Hof (1926–1931) und die in Fertigteilen errichtete Großfeldsiedlung (1966–1971). In jeder dieser Phasen kamen andere Teppiche in die Wohnungen: handgeknüpfte Brücken in der Zwischenkriegszeit, maschinengewebte Teppiche und Bettumrandungen in den 1960er-Jahren. Im Mautner-Schlössl an der Prager Straße dokumentiert das Bezirksmuseum die Geschichte der Orte jenseits der Donau.

Teppiche aus Presshaus und Keller leiden unter Feuchtigkeit; bitte nicht in die Sonne legen, sondern trocken und gerollt aufbewahren, bis wir kommen. Haus, Presshaus und Garten besichtigen wir gemeinsam. Für die Wäsche, die Restaurierung von Fehlstellen und eine Bewertung arbeiten wir mit Orientteppich Koppensteiner, Währinger Straße 67 in 1090 Wien, zusammen; den Transport dorthin können wir übernehmen.

Was in Floridsdorf häufig auftaucht

  • Fleckerlteppiche und bäuerliche Webarbeiten – Winzer- und Bauernhäuser in Stammersdorf und Großjedlersdorf
  • Perserbrücken und Bettumrandungen – Gemeindewohnungen von Familien der Lokomotivfabrik und der Lohner-Werke
  • Teppiche aus aufgelösten Stadtwohnungen – ganzjährig bewohnte Kleingartenhäuser

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 21. Bezirk.

Künstler

4

Manufakturen & Marken

7

Teppiche nach Herkunft

155

Epochen & Stile

10

Materialien, Techniken & Punzen

2

Fragen zu Teppiche

Was ist der Unterschied zwischen einer Brücke und einem Läufer?

Brücke nennt man im Handel einen Teppich von etwa 1,2 bis 1,5 Metern Breite und rund 1,8 bis 2,3 Metern Länge. Ein Läufer ist schmal und lang, meist 0,6 bis 1 Meter breit und zwei bis sechs Meter lang.

Ist mein Seidenteppich wirklich aus Seide?

Das prüfen wir bei der Besichtigung. Viele Seidenteppiche bestehen aus Viskose oder merzerisierter Baumwolle. Echte Seide hat eine sehr feine Knüpfung, einen eigenen Glanz und dünne, feste Kettfäden.

Nehmen Sie auch sehr große Teppiche?

Ja. Saalformate über drei mal vier Meter besichtigen wir vor Ort und übernehmen nach dem Ankauf den Abtransport. Der Markt für sehr große Formate ist kleiner, was sich in der Bewertung niederschlägt.

Wie alt muss ein Teppich sein, um als antik zu gelten?

Im Handel gelten Teppiche ab etwa 80 bis 100 Jahren als antik, Stücke zwischen etwa 50 und 80 Jahren als semi-antik. Das Alter allein bestimmt den Wert aber nicht; Herkunft, Qualität und Zustand wiegen ebenso schwer.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.