Abstrakte Malerei der Gegenwart
Farbräume, Raster und strukturierte Flächen von Hubert Scheibl, Herbert Brandl, Esther Stocker und Jakob Gasteiger.
Nach der Neuen Malerei entwickelten mehrere Wiener Maler eine Abstraktion großer Farbräume. Hubert Scheibl legt Farbschichten über- und untereinander, sodass Licht aus der Tiefe zu kommen scheint; das Belvedere zeigte 2016 „Fly“, die Albertina 2021 „Seeds of Time“. Herbert Brandl malte ab den 2000er-Jahren Berge und Gletscher als monumentale Farbräume und bespielte 2007 den österreichischen Pavillon in Venedig. Jakob Gasteiger arbeitet mit gekämmter Acrylfarbe, Esther Stocker mit Schwarz-Weiß-Rastern, die die Wahrnehmung von Fläche und Raum irritieren.
Für die Bewertung zählen Werkgruppe, Format und Zustand. Glänzende, mehrschichtige Oberflächen sind empfindlich gegen Kratzer und Druck, großformatige Leinwände brauchen fachgerechten Transport. Leinwände sind meist rückseitig bezeichnet, Brandl verzichtete oft auf Titel. Galeriezugehörigkeit und Museumsausstellungen stützen die Zuschreibung. Bei Stocker existieren neben Bildern Raumarbeiten und Editionen, die gesondert dokumentiert sind. Kleinere Formate lassen sich leichter platzieren. Galerierechnungen nennen häufig Werkgruppe und Entstehungsjahr.
Woran man es erkennt
- Mehrschichtige, kratzempfindliche Oberflächen
- Rückseitige Bezeichnung
- Museumsausstellungen
- Editionen und Raumarbeiten
Künstler & Entwerfer
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