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Antiquitäten Wien

Zeitgenössische Kunst im 2. Bezirk, 1020 Wien

Zeitgenössische Kunst in der Leopoldstadt: Prater und Nordbahnviertel

Bildhauerateliers im Prater, Graffitiflächen am Donaukanal und neue Wohnungen im Nordbahnviertel: Die Leopoldstadt sammelt Kunst nach 1945 auf sehr unterschiedliche Weise.

Zwei Wohnwelten liegen hier nebeneinander. In den Zinshäusern des Karmeliterviertels und an der Taborstraße wohnen Mieter seit Jahrzehnten an derselben Adresse; ihre Wände tragen kleinformatige Malerei, Lithografien und Radierungen, die über Jahre dazugekommen sind. Im Nordbahnviertel und im Viertel Zwei leben überwiegend Haushalte, die erst nach 2010 zugezogen sind. Dort finden sich eher Siebdrucke, Fotoarbeiten, Urban Art und Editionen, gekauft auf Messen, in Galerien oder direkt bei Künstlerinnen und Künstlern.

Im Prater arbeitete Karl Prantl ab 1965 in einem Atelier in den Bauten der Weltausstellung von 1873; die erhaltenen Hallen dienten lange als Bildhauerwerkstätten. Ingeborg Strobl brachte 2008 ihre Emailtafeln „ein Garten (zum Beispiel)“ an einem Wohnbau in der Novaragasse an. Entlang des Donaukanals liegen legale Flächen der Wienerwand, auf denen Graffiti und Street Art laufend neu entstehen. Die Messe Wien im Prater ist Schauplatz von Sammler- und Fachmessen, auf denen Editionen und Grafik den Besitzer wechseln.

In den Neubauquartieren am Nordbahnhof gibt es Lift und meist eine Tiefgarage, im Volkertviertel und im Stuwerviertel dagegen viele Gründerzeithäuser ohne Aufzug. Steinplastik aus dem Prantl-Umfeld oder schwere Objekte fotografieren Sie am besten mit einem Maßband daneben, damit wir Gewicht und Transport einschätzen können. Bei Street-Art-Editionen und Siebdrucken zählen Auflage, Signatur und Herkunftsbeleg; ein Kaufbeleg der Galerie oder die Messerechnung ersetzt manche Rückfrage.

Was in Leopoldstadt häufig auftaucht

  • Urban Art, Siebdrucke und Editionen – Neubauhaushalte im Nordbahnviertel und Viertel Zwei, Nähe zu den Graffitiflächen am Donaukanal.
  • Steinplastik und Kleinplastik der Nachkriegszeit – Bildhauertradition der Praterateliers, in denen Karl Prantl ab 1965 arbeitete.
  • Kleinformatige Malerei und Druckgrafik – gewachsene Altbauhaushalte im Karmeliterviertel und an der Taborstraße.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 2. Bezirk.

Künstler

232

Manufakturen & Marken

1

Epochen & Stile

28

Materialien, Techniken & Punzen

12

Fragen zu Zeitgenössische Kunst

Meine Neonarbeit leuchtet nicht mehr – kaufen Sie sie trotzdem?

Ja, wenn das Objekt sonst intakt ist. Röhren und Transformatoren lassen sich nach Vorgabe der Künstlerin oder des Künstlers ersetzen; der Aufwand fließt in die Bewertung ein.

Sind Editionen und Multiples für Sie interessant?

Ja, wenn Auflage, Signatur und Zustand stimmen. Editionen von Erwin Wurm, Franz West, Brigitte Kowanz oder Joseph Beuys haben einen eigenen Sammlermarkt.

Ich habe ein Hundertwasser-Poster mit Signatur – ist es ein Original?

Meist nicht, denn viele Poster tragen eine eingedruckte Signatur. Originale Druckgrafik Hundertwassers ist nummeriert und in Werkverzeichnissen mit allen Varianten erfasst. Ein Foto der Signatur im Streiflicht hilft bei der Unterscheidung.

Wie transportieren Sie große Leinwände oder Objekte?

Großformate werden in Folie und Karton oder in Kisten verpackt und so transportiert, wie es das Werk verlangt. Termine für Besichtigung und Abholung sind in allen 23 Bezirken möglich.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.