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Zeitgenössische Kunst

Schüttbilder und Aktionsrelikte

Malerei, Relikte und Dokumente des Wiener Aktionismus von Nitsch, Brus, Muehl und Schwarzkogler.

Zwischen 1960 und 1971 führten Hermann Nitsch, Günter Brus, Otto Muehl und Rudolf Schwarzkogler in Wien Aktionen durch, die Malerei, Körper und Ritual verbanden und Skandale auslösten. Nitsch entwickelte das Orgien-Mysterien-Theater, dessen Aktionen er ab 1971 auf Schloss Prinzendorf im Weinviertel veranstaltete, und malte großformatige Schüttbilder. Brus und Schwarzkogler hinterließen Fotografien, Zeichnungen und Bild-Dichtungen, Muehl Materialbilder. Das nitsch museum in Mistelbach zeigt seit 2007 das Werk von Hermann Nitsch. Aktionsfotografien hielten Fotografen wie Ludwig Hoffenreich fest, ihre Abzüge sind heute eigene Sammelobjekte.

Schüttbilder von Nitsch entstanden in vielen Formaten und großer Zahl; bewertet werden Größe, Datierung, Farbigkeit und der Bezug zu einer dokumentierten Aktion. Relikte wie Malhemden und Leinwände mit Aktionsspuren benötigen eine nachvollziehbare Herkunft. Fotografien der Aktionen existieren als Vintage-Abzüge und spätere Auflagen, die sich deutlich im Wert unterscheiden. Werke Muehls werden wegen seiner strafrechtlichen Verurteilung 1991 von manchen Institutionen gemieden, was die Nachfrage beeinflusst.

Woran man es erkennt

  • Bezug zu dokumentierten Aktionen
  • Vintage-Abzüge und spätere Auflagen
  • Herkunft von Relikten
  • Datierung der Schüttbilder

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.