Glasnegative und Diapositive
Fotografische Glasplatten, Laternbilder und Autochrome aus Ateliers, Vereinen und Familien.
Bis in die 1920er-Jahre arbeiteten Fotografen überwiegend mit Glasplatten, die in Holzkisten und Pappschachteln aufbewahrt wurden. Erhalten sind Negative von Ateliers, Amateuren, Vereinen und Firmen, dazu Glasdiapositive für Projektionen, sogenannte Laternbilder, die in Schulen und bei Vorträgen gezeigt wurden. Autochrome, ab 1907 von den Brüdern Lumière vertrieben, sind frühe Farbfotografien auf Glas; Heinrich Kühn schuf in Tirol Autochrome seiner Familie von besonderer Leuchtkraft. Stereonegative und großformatige Platten tauchen auf Wiener Dachböden immer wieder auf.
Glasnegative werden nach Motiv, Herkunft, Menge und Erhaltung bewertet; Bestände mit Wiener Ansichten, Ateliers oder Ereignissen sind gesucht. Gebrochene Platten, abgelöste Emulsion und Schimmel sind häufig. Beschriftete Schachteln und Plattenhüllen erhöhen den Wert, weil sie Ort und Datum nennen. Autochrome sind selten und empfindlich gegen Licht und Feuchtigkeit. Glasplatten werden bei der Abholung bruchsicher verpackt und stehend transportiert. Kleine Bestände aus Familienbesitz werden ebenfalls geprüft.
Woran man es erkennt
- Beschriftete Schachteln
- Autochrome
- Laternbilder
- Gebrochene Platten und Schimmel
Künstler & Entwerfer
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