Heinrich Kühn im 1. Bezirk, 1010 Wien
Heinrich Kühn in der Inneren Stadt: Gummidrucke in der Secession
Mit Watzek und Henneberg stellte Heinrich Kühn 1902 in der Secession aus; der promovierte Mediziner wurde zum wichtigsten österreichischen Piktorialisten.
Heinrich Kühn lebte ab den 1890er-Jahren in Innsbruck, doch seine Bühne war Wien: Im Camera-Club lernte er 1894 Hugo Henneberg kennen, mit ihm und Hans Watzek bildete er das Trifolium, und 1902 hingen ihre Bilder in der Secession, Olbrichs Bau zwischen Karlsplatz und Naschmarkt. Kühn hatte in Leipzig, Berlin und Freiburg Medizin und Naturwissenschaften studiert und promoviert, ehe er aus gesundheitlichen Gründen ganz zur Fotografie wechselte.
Kühns Werk umfasst mehrschichtige Gummidrucke, Autochrome und weitere Edeldruckverfahren. Autochrome sind farbige Unikate auf Glas, die nur im Durchlicht wirken und empfindlich auf Licht und Bruch reagieren; Gummidrucke zeigen geschichtete Pigmente auf Zeichenpapier. Neuabzüge und Buchdrucke unterscheiden sich durch Glanz, Raster und Format. Die Fotosammlung der Albertina dient als Vergleich. Glasplatten aus Nachlässen transportieren wir stehend und gepolstert, auch über enge Stiegen der Altstadthäuser.
Sparten im 1. Bezirk
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