Wissenschaftliche Fotografie
Fotografie im Dienst von Medizin, Astronomie, Technik und Forschung, mit Wiener Pionierleistungen.
Wien spielte in der wissenschaftlichen Fotografie eine wichtige Rolle. Joseph Petzval berechnete 1840 das erste lichtstarke Porträtobjektiv, Josef Maria Eder gründete 1888 die Graphische Lehr- und Versuchsanstalt und veröffentlichte 1896 gemeinsam mit Eduard Valenta frühe Röntgenaufnahmen von Tieren und Händen. Daneben entstanden Mikrofotografien, astronomische Aufnahmen, medizinische Lehrbilder, erkennungsdienstliche Fotografie und Dokumentationen technischer Anlagen. Solche Bilder wurden in Fachzeitschriften und Tafelwerken veröffentlicht und als Abzüge an Institute verteilt. Die Lehranstalt bildete Generationen von Fotografen und Reprotechnikern aus.
Von besonderem Interesse sind frühe Aufnahmen mit wissenschaftsgeschichtlicher Bedeutung, etwa Röntgenbilder der ersten Jahre, Mikrofotografien und dokumentierte Versuchsreihen. Bewertet werden Bedeutung, Seltenheit, Herkunft und Erhaltung. Mappen und Tafelwerke sind vollständig mehr wert. Beschriftungen von Instituten und Forschern belegen die Herkunft. Glasplatten und Diapositive aus Universitätsbeständen setzen eine geklärte Herkunft voraus. Medizinische Aufnahmen werden mit Rücksicht auf die Dargestellten behandelt. Auch Laborgeräte aus solchen Beständen werden mitbewertet.
Woran man es erkennt
- Frühe Röntgenbilder
- Tafelwerke vollständig
- Institutsstempel
- Herkunft aus Universitäten klären
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